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11.02.12

Trendgetränk

Das große Blubbern um den Bubble Tea

Die Flüssigkeit – seltsam bunt. In leuchtend Grün, Weiß, Gelb oder Rosa. Und darin – kleine, farbige Perlen. Bubble Tea heißt das bunte Gebräu im Plastikbecher. Übersetzt heißt das "Blasentee" und ist ein Trendgetränk aus Asien, das auch bei uns immer mehr Anhänger findet. Inzwischen vergeht kaum ein Monat, in dem nicht irgendwo in Berlin ein neuer Bubble Tea-Laden eröffnet wird.

© Glanze
Glanze-Bubble
Alles so schön bunt hier: Bubble Tea gibt es in zahllosen Variationen.

Natürlich wollten auch wir das Getränk probieren und fuhren in die Gropius Passagen. Obwohl es ein gewöhnlicher Montag war, waren die Schlangen überraschend lang.

Bubble Tea wurde laut Wikipedia Mitte der 1980er Jahre in Taiwan erfunden. In den 1990er Jahren entwickelte sich Bubble Tea zu einem Trendgetränk in Asien und Kalifornien. Schließlich konnte sich der Trend in den ganzen USA durchsetzen – und ist inzwischen auch hierzulande angekommen. Auch wir können bestätigen: Es "bubbelt" in der Stadt!

Wer das Getränk auf der Basis von schwarzem oder grünem Tee probieren möchte, dem sei gesagt, dass es drei Arten von Bubbles (Perlen) gibt: die traditionellen Tapiokaperlen, die Fruchtsaftperlen und die Kokosnussfruchtfleischstücke. Die Tapiokaperlen werden aus der Maniokwurzel gewonnen. Die Fruchtsaftperlen sind ein besonderes Highlight, weil sie im Mund platzen, wenn man darauf beißt. Es gibt sie in verschiedenen Sorten (z. B. Erdbeere, Mango, Litschi). Außerdem hat man die Wahl unter Teesorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen (z. B. Peach oder Green Apple), sodass sich zahllose Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Weitere Variationen sind mit Zutaten wie gecrushtem Eis oder Milch möglich.

Nachdem wir an der Reihe waren, konnten wir uns davon überzeugen, wie Bubble Tea schmeckt. Die glibberigen Perlen sind zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir finden, dass es ein erfrischendes, gut schmeckendes Getränk ist. Beim Testen konnten wir zwei persönliche Favoriten ausmachen: Joghurt Green Tea mit Strawberry Bubble und Joghurt Peach mit Strawberry Bubble. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob es sich beim derzeitigen Erfolg um einen kurzfristigen Hype handelt, oder ob sich das Getränk, angesichts eines Preises von rund drei Euro, langfristig durchsetzen kann. Dominik Kruska, Furkan Toprak und Paul Wolf

Die Tapiokaperlen

"Es ploppt auf der Zunge", "erfrischt" und "löscht den Durst". Diese Aussagen hört man von Menschen, die das neue Modegetränk Bubble Tea schon getestet haben. Zubereitet wird es wie eine Art Shake, damit viel Schaum entsteht und sich die Zutaten gut vermischen.

Die häufig verwendeten Tapiokaperlen werden wie erwähnt aus Maniokwurzeln hergestellt. Diese Wurzel wird hauptsächlich in Asien, Afrika und Südamerika angebaut, dort nennt man sie Kartoffeln der Tropen. Maniok kann Internetquellen zufolge Trockenperioden von bis zu sechs Monaten überstehen. Aus den Wurzeln wird Tapiokamehl hergestellt, das man benutzt, um Süßigkeiten oder andere Lebensmittel herzustellen. Das Mehl wird z. B. mit Ahornsirup gemischt, zu kleinen Perlen geformt und rund 30 Minuten lang gekocht – fertig sind die Perlen. Da der Zucker in den Kügelchen karamellisiert, sind die Kugeln dunkelbraun, fast schwarz. Sie sind klebrig und gummiartig, innen bissfest und außen weich.

"Popping Bobas" sind kleine, mit Fruchtsaft gefüllte Kügelchen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten, zum Beispiel Erdbeere, Mango oder Litschi. Um sie herzustellen, mixt man Fruchtsaft etwa mit Algenstärke und gibt diese Mixtur tröpfchenweise in Wasser gemischt mit mit Calciumlactat. Die Tröpfchen kristallisieren und es entsteht eine dünne Schicht um den Fruchtsaft.

Die Jellys sind in Fruchtsaft getränkte, Kokosnussfleischstückchen. Auch diese gibt es in verschiedenen Sorten wie Erdbeere, Litschi, Mango und Apfel.

Bubble Tea-Getränke kann man kalt oder warm bestellen, meistens werden sie mit Eiswürfeln aufgefüllt. Damit man die Bubbles trinken kann, gibt es einen extra breiten und an einer Seite spitzen Strohhalm. Anna Gottschlich & Felix Stüven

Das sagen Jugendliche

Wie lässt sich der Erfolg des Getränks hierzulande erklären? Offenbar ist Bubble Tea auch deshalb so beliebt, weil viele Jugendliche mal etwas anderes ausprobieren wollen. Bei einer Umfrage an einer Schule in Dahlem sagten 70 Prozent der Befragten, dass sie Bubble Tea über alles lieben. Auf die Frage nach dem "Warum" antworteten die meisten: "Bubble Tea ist einfach ein Geschmackserlebnis, man kann immer verschiedene Sorten kombinieren und das macht den Bubble Tea so besonders. Natürlich sind die Kügelchen das Beste. Es schmeckt einfach super lecker." Arya Tastan & Simon Kunin

Anbei noch eine kleine Auswahl von Läden für Neugierige: Yobarca, Schönhauser Allee 122, Prenzlauer Berg; Boobuk, Kantstr. 118-119, Charlottenburg; Babbel T, Rodenbergstr. 6, Prenzlauer Berg; BoBo Q, Marburger Str. 17, Charlottenburg; Bubble O, Oranienstr. 38, Kreuzberg.

Dominik Kruska, Furkan Toprak und Paul Wolf, Kl. 8.6, Leonardo-da-Vinci-Gymnasium, Buckow; Anna Gottschlich & Felix Stüven, Kl. 8.3, Lilienthal-Gymnasium, Lichterfelde; Arya Tastan & Simon Kunin, Kl. 8, Berlin International School, Dahlem

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