Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
28.08.10

Ein Jahr in den USA

Alles anders: Auch das Fach "Recycling" steht auf dem Highschool-Stundenplan

Es ist jetzt gerade erst eine gute Woche her, dass mein einjähriges Auslandsjahr in einem Vorort von Detroit, Michigan, begonnen hat. Noch ist hier in den USA alles neu und sehr aufregend. Mein Start verlief ziemlich gut, wofür ich sehr dankbar bin: Die Familie – meine Gastmutter Kara, mein Gastvater John und meine drei Gastgeschwister Ian (19), Meredith (16) und Isobel (13) – hat mich sehr nett aufgenommen ...

© privat
Vanessa (r.) mit ihrer Gastfamilie: Ian, Isobel, Kara, Meredith und  John (v.l.).
Vanessa (r.) mit ihrer Gastfamilie: Ian, Isobel, Kara, Meredith und John (v.l.).

... und ich weiß schon nicht mehr, was ich ohne sie wäre. Auch Freunde, die ich durch Meredith und das Volleyball-Training kennengelernt habe, habe ich bereits gefunden. Ich bin froh, dass Meredith’ Freunde auch mich mögen und kein Problem damit haben, wenn ich etwas mit ihnen unternehme.

Die Schule hat zwar noch nicht begonnen, doch am Freitag war ich in meiner neuen Schule, der Ferndale Highschool, um meine Fächer zu wählen. Ich bin mit Kara und Meredith ins Office gegangen, wo ich meine Beraterin, Mrs. Minneci, kennengelernt habe. Sie erzählte mir, dass sie selbst auf der Highschool Deutsch gelernt habe. Ich bekam eine Liste mit rund 50 Fächern zur Auswahl, darunter einige, mit denen ich in einer Schule nicht gerechnet hätte: zum Beispiel "Jewellery". Dabei geht es tatsächlich um die Herstellung von Schmuck. Oder Recycling. Das sind Schulfächer, mit denen die Schüler hier ihren Abschluss machen! Jeder Schüler muss sechs Fächer wählen. Nur sechs! Mein Stundenplan sah am Ende folgendermaßen aus: Jewellery (weil meine Beraterin unbedingt dafür war), English Literature, Integralrechnung, Spanisch, amerikanische Geschichte und Bildhauerei.

Es sei schön, eine deutsche Austauschschülerin zu haben, meinte Mrs. Minneci. "Wenn Du nichts dagegen hast, wäre es gut, wenn Du gelegentlich zusammen mit den Lehrern im Unterricht über Deutschland und den Holocaust sprechen würdest." Darauf war ich bereits vorbereitet, denn die Austauschorganisation hatte gesagt, dass die Schulen in den USA das oft machen würden.

Nach dem Gespräch zeigte mir die Gastfamilie noch meine Klassenräume. Die Schule hat zwar nur rund 1000 Schüler, was für eine amerikanische Schule ziemlich klein ist, aber das Gebäude ist riesig – ebenso wie der Schulhof mit Wiesen und einem Teich.

Danach bin ich gleich zum Volleyballtraining gegangen. Mit den Mädels dort habe ich gleich ein nettes Verhältnis aufgebaut. Schon beim ersten Training wollten alle wissen, wer ich bin und woher ich komme. Gleich habe ich mein erstes Spiel und davor treffen wir uns noch bei Hanna aus meinem Team und werden dort Pizza essen.

Anfangs ist es ein merkwürdiges Gefühl, in einem fremden Haus zu leben, in einem fremden Bett zu schlafen und niemanden zu kennen. Und klar, man vermisst seine Familie und Freunde zu Hause. Doch durch all das, was ich hier tagtäglich erlebe, bin ich insgesamt froh, mich zu diesem Jahr entschlossen zu haben. Von Zeit zu Zeit werde ich Euch auf dieser Seite wieder von meinem Jahr in den USA berichten. See you!

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote