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Das Geheimnis der YouTuber Peng & Os

Was ist das Geheimnis erfolgreicher YouTuber? Ein Gespräch mit Os vom Duo „Peng & Os“, das im Channel 0,5er mit witzigen „Pranks“ die Fans begeistert.

Foto: 05er

Auf YouTube werden schon lange nicht mehr nur private Videoclips veröffentlicht. Es gibt immer mehr ambitionierte Youtuber, die große Fangruppen haben und diese regelmäßig, teilweise sogar mehr als dreimal täglich, mit immer neuen Clips versorgen. Damit verdienen einige ein bisschen Geld, andere so gut wie gar nichts – und einige können davon sogar richtig gut leben. Das Angebot reicht von neueren Genres wie z. B. "Let's Plays" oder "Hauls" (Videos, in denen über Einkäufe gesprochen wird) über altbekannte wie "Versteckte Kamera" bis zu Kurzfilmen.

Mit mehr als 30 Millionen Abonnenten weltweit ist der YouTube-Kanal "PewDiePie" des Schweden Felix Arvid Ulf Kjellberg der meistabonnierte Channel der Welt. Er produziert für seine Fans sogenannte "Let's Plays", also Videos, bei denen ein Sprecher das Geschehen in einem Videospiel kommentiert. Dadurch wurde er weltbekannt und nicht zuletzt auch vermögend. "PewdiePie" verdient mit seinen Videos Millionen.

Auch in Deutschland gibt es mittlerweile ein paar Menschen, die YouTube zu ihrem Beruf gemacht haben und durch Werbeeinblendungen in ihren Videos das nötige Geld verdienen. Dass dies nicht ganz einfach ist und eine Menge Zeit und Hingabe erfordert, wissen selbst die eigenen Fans manchmal nicht zu würdigen. Außerdem sind die Werbeeinnahmen (in Deutschland) mit zirka einem Euro für 1000 erreichte Klicks nicht gerade hoch, weswegen die Video-Produzenten nur mit einer aktiven großen "Fanbase" und regelmäßigen Video-Uploads ihren Lebensunterhalt sichern können. Dazu habe ich "Os", einen namenhaften deutschen "YouTuber" befragt. Mit seinem Partner Peng gehört er dem Duo "Peng & Os" des Youtube-Channels "0,5er" an und macht mit seinem Partner sogenannte "Pranks". Was auf deutsch so viel wie Streiche bedeutet, ist auf YouTube so etwas wie eine neue "Versteckte Kamera".

Vinzent Mack: Wie seid Ihr zu YouTube gekommen, und warum nutzt Ihr es weiter?

Os: Seit den Anfängen von YouTube haben wir uns dort Videos angesehen, meistens Musikvideos. Nach langem Zuschauen haben wir dann angefangen, selbst Videos zu produzieren. Youtube war für uns die beste Wahl, weil es unkompliziert ist und wir selbst entscheiden können, was wir hochladen. Wir nutzen es immer noch, weil die Plattform immer und mehr an Stellenwert gewinnt. Das sieht man beispielsweise an der YouTuberin "Daarum" (Beautytipps/Fashion). Vor Kurzem waren Werbeplakate von ihr in der ganzen Stadt zu sehen. Das zeigt, dass Youtube nicht nur aus Katzenvideos und Co besteht. Die gibt es, aber es gibt auch viele Videokünstler, die unglaublich gute und professionelles Videos produzieren.

Wie viel Zeit verbringt Ihr mit der Vorbereitung und Umsetzung der Videos?

Das ist immer abhängig von dem Video und der Idee selbst. Manchmal reichen einige Tage, wenn man die richtigen Leute trifft und alles klappt. Es kann auch länger dauern, aber dann wird das Video meistens auch besser. Außerdem muss man das Material noch schneiden, hochladen, promoten und so weiter. Das und andere Projekte kosten uns nochmal eine Menge Zeit, aber die Arbeit lohnt sich und macht Spaß!

Welche Vorteile hat YouTube Eurer Meinung im Vergleich zu anderen Internetseiten und vor allem gegenüber dem Fernsehen?

Es ist kostenlos, frei zugänglich, und jeder kann mitmischen. Man kann einfacher als im TV viele Menschen aus der ganzen Welt erreichen. Außerdem haben die Zuschauer einen persönlichen Bezug zu einem - man ist eben ein YouTuber. Aus der Konsumentensicht gibt es viel mehr Nischen für unterschiedliche Interessen. Wer Stricken spannend findet, der schaut sich Strick-Tutorials an. Durch die große Vielfalt ist für jeden etwas dabei. Hinzu kommt, dass man Youtube auf dem Handy, Tablet etc. schauen kann.

Wie stark ist die Konkurrenz?

Natürlich muss man aus der Masse herausstechen. Trotzdem gibt es keine Sendeplätze oder einen Konkurrenzdruck. Es kann ja jeder so viele Videos hochladen, wie er möchte. Wenn es dann mit einem Video nicht klappt, dann bleibt man einfach dran und probiert es weiter, bis es klappt.

Vinzent Mack, Klasse 11/15, Akademie für internationale Bildung, Charlottenburg

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