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Synchronsprechen

So klingt "Alice im Wunderland"

Wer möchte nicht gerne mal als Synchronsprecher arbeiten und dann seine Stimme im Kino hören? Nayana (11), eine junge Berlinerin, hat "Alice im Wunderland" synchronisiert und erzählt von ihrer Arbeit.

Kinderdienst: "Alice im Wunderland" startet im Kino
Foto: ddp/DDP
im Wunderland begegnet Alice merkwürdigen Gestalten - wie dem verrückten Hutmacher und der weißen Königin.

Synchronsprechen ist eine Beschäftigung für Kinder und für Erwachsene. Ausländische Filme, die ursprünglich in einer anderen Sprache hergestellt wurden, werden durch das Synchronisieren für das deutschsprachige Publikum zugänglich gemacht. Das Wort Synchron stammt aus dem Griechischen und bedeutet "gleichzeitig". Die Synchronschauspieler müssen gleichzeitig mit ihren Kollegen auf der Leinwand sprechen, eine klare Aussprache haben und Hochdeutsch sprechen. Manchmal müssen sie sich längere Sätze merken und sich zudem gut konzentrieren können. Es darf ihnen nicht peinlich sein, mal zu laut zu lachen, grell zu schreien oder schluchzend zu weinen. Der Regisseur Frank Schaff hat uns erzählt, wie es ist, mit Kindern zu arbeiten: "Ich mache das gerne. Man braucht dabei zwar manchmal mehr Geduld, aber dafür macht es viel Spaß. Mir fällt es nicht schwer, mit Kindern zu arbeiten - außer es macht denen keinen Spaß."

Wir haben uns auch mit der Synchronsprecherin Nayana Heuer (11 Jahre) unterhalten, die in dem neuen Kinohit "Alice im Wunderland" die Stimme der sechsjährigen Alice spricht: Es gibt im Film nämlich zwei Alice-Figuren, eine junge und eine erwachsene. Regisseur Tim Burton erzählt den Kinderbuchklassiker auf seine eigene Weise. Aber natürlich trifft Alice im Wunderland wieder den verrückten Hutmacher (Johnny Depp), das weiße Kaninchen, die Grinsekatze und viele andere magische Wesen:

Wie gefällt Dir der Film "Alice im Wunderland"?

Nayana Heuer: Als ich die Rolle synchronisieren musste, habe ich immer nur die Szenen sehen können, in denen die kleine Alice mitspielt. Den ganzen Film will ich mir jetzt aber so schnell wie möglich ansehen.

War diese Rolle schwierig?

Nayana Heuer: Ich musste feiner sprechen als normal, denn die junge Alice ist ein Mädchen, das sehr fein ist. Im Film ist sie weiß geschminkt und sieht ein bisschen aus wie eine Puppe.

Hast Du mit dem Synchronregisseur genau über Deine Rolle gesprochen?

Nayana Heuer: Man bekommt ein Buch, in dem alles erklärt wird. Außerdem hat mir der Regisseur auch einiges über die Rolle erzählt.

Wie bist Du überhaupt zum Synchronsprechen gekommen?

Nayana Heuer: Durch Zufall. Mein Nachbar , der auch Synchronsprecher ist, hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, einen Film zu synchronisieren.

Braucht man dazu auch irgendwelche Genehmigungen?

Nayana Heuer: Ja, jede Menge sogar. Man braucht die Einverständniserklärung der Eltern, eine Genehmigung von der Klassenlehrerin, eine vom Jugendamt und von einem Arzt.

Wirst Du dafür bezahlt?

Nayana Heuer: Ja! Pro Take.

Was ist ein Take?

Nayana Heuer: Ein Take ist so etwas wie eine kurze Szene aus dem Film mit der Originalstimme. Ich gucke mir die Szene an, die ich dann mit meiner Stimme auf Deutsch wiedergebe. Der Take, also die Einstellung, ist für mich sehr wichtig, weil ich dann genau weiß, wie ich meine Stimme variieren soll.

Macht es Dir Spaß?

Nayana Heuer: Ja, sehr! Denn ich finde es toll, wenn man ins Kino geht und sich selbst hört. Und wenn man dann andere Leute sieht, die zufrieden aus dem Kino gehen.

Willst Du einmal Schauspielerin werden?

Nayana Heuer: Klar! Sehr gerne sogar.

Gibt es einen Schauspieler aus "Alice im Wunderland", den Du gerne einmal treffen würdest?

Nayana Heuer: Johnny Depp! Er kann so viele verschiedene Rollen spielen: toll.

Nabil Boumahdi , Nayana Heuer, Katharina Sobeck, Kl. 6a, Charles-Dickens-Schule, Charlottenburg



Erschienen am 08.03.2010

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