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17.11.09

Bildung

"Erasmus" fördert Europas Studenten

Hätte Erasmus von Rotterdam je damit gerechnet, dass gut 500 Jahre nach seinem Tod sein Name dazu verwendet würde, in Europa das gemeinsame Lernen und Lehren zu fördern und die diversen kulturellen und sprachlichen Strömungen zu bündeln, um damit eine neue Ära der Völkerverständigung zu schaffen, hätte er dies wohl belächelt. Er wusste damals nicht, was kommen würde. Weißt Du, was hinter dem Erasmus-Programm der EU steckt?

Das von der Europäischen Union im Jahre1987 ins Leben gerufene Förderprogramm richtet sich an Studierende, Lehrkräfte sowie auch Dozenten. Es wird allen Studenten aus einem europäischen Land, das eine Partnerschaft mit Erasmus betreibt, die Möglichkeit geboten, sich u. a. für ein Auslandssemester zu bewerben. Derzeit befinden sich über 2000 Hochschulen aus 31 europäischen Staaten in diesem Programm. Über 1,5 Millionen Studierende und mehr als 100000 Dozenten wurden bislang gefördert. Um in den Genuss eines Erasmus-Stipendiums zu gelangen, musst Du an einer Hochschule eingeschrieben sein und mindestens im zweiten Hochschuljahr studieren. Die Bewerbungen können an die eigene Hochschule gerichtet werden. Zudem wirst du bestimmt nicht total abgemagert zurückzukehren, denn man bekommt maximal 300 Euro Lebenshaltungskosten im Monat als Zuschuss, Studiengebühren sind ebenfalls nicht zu berappen.

Nach einem kurzen Interview berichtete Anna aus Finnland über ihre Erfahrungen mit Erasmus. Sie ist seit zwei Monaten Gaststudentin in Berlin. Sie erzählt Folgendes: "Berlin ist toll. Mein Deutsch ist besser geworden. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt. Für die Zukunft ist es wichtig, eine Auslandserfahrung zu haben. Falls ich später mal in Deutschland leben und arbeiten möchte kommt mir dieser Aufenthalt sehr zugute. Ich finde positiv, dass ich so viele neue, nette Leute kennenlernen durfte. Es ist ein schönes Gefühl, mit Menschen aus ganz Europa zusammenzuleben, zu arbeiten und Spaß zu haben. Es vermittelt Dir ein Gefühl der kulturellen Vielfältigkeit, was einen persönlich wachsen lässt." Das Einzige, was Anna an diesem Programm bemängeln würde, ist "dass man Erasmus nur einmal machen kann."

Ziele des Programms sind die Verbesserung, Stärkung und Entwicklung des Europäischen Hochschulbildungsraums. Man ist bemüht, qualitativer zu arbeiten, damit man im internationalen Wettbewerb mitmischen kann. Die EU verspricht sich unter anderem, dass dieses Programm die interkulturellen Fähigkeiten der Studenten fördert und somit ein friedliches, respektvolles Zusammenleben in Europa vermittelt wird.

(Quelle: www.bildungsberatung-berlin.de, Wikipedia.de, eu.daad.de)

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