Umfrage
Der Obama-Effekt - so wirkt der US-Präsident auf Kinder und Jugendliche
Mittwoch, 4. November 2009 18:48 - Von Marika Ikeya und Anna-Nhu Do, Kl. 7b, Canisius-Kolleg, TiergartenZiemlich genau ein Jahr ist es her, dass Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Als erster farbiger Präsident zog er ins Weiße Haus ein und schrieb damit Geschichte. Auch in Deutschland hat er – wie bei seinen Besuchen in Berlin zu erleben war – eine riesige Fan-Gemeinde. Das geht durch alle Generationen – immerhin druckte die Jugendzeitschrift Bravo sogar ein Obama-Poster. Der Vater zweier Töchter, Malia und Sasha, hat eine freundliche Ausstrahlung. Ebenso kann er Menschen durch seine lebhaften Reden begeistern. Aber wie gut kommt er bei Berliner Kindern und Jugendlichen wirklich an? Hat er das Interesse von jungen Leuten an Politik gesteigert? Dazu haben wir Schüler befragt.

Frage: Magst Du Obama?
Lola S. (12): „Auf den ersten Blick wirkt er sympathisch. Doch teilweise frage ich mich, ob er wirklich so viel besser ist als die anderen. Manchmal denkt man fast, er ist ein Popstar, er war ja fast in jeder Fernseh-Show.“
Anna D. (12): „Ich mag Obama. Ich finde ihn sehr sympathisch und nett. Er will wichtige Dinge verändern und mehr für die Umwelt tun, wie z. B. die erneuerbaren Energien mehr fördern. Er hat die Kraft, viel zu bewirken.“
Sophie K. (12): „Eigentlich ist er sehr nett, aber man stellt sehr viele Anforderungen an ihn, so dass ich nicht weiß, ob er alles schaffen kann. Und ich glaube, die Wirtschaftskrise kam von Amerika und bis jetzt weiß ich nicht genau, was er dagegen tun will.“
Was hat Obama verändert?
Jonas S. (12): „Er hat verhindert, dass es mehr Krieg gibt und hat Farbige stark gemacht, in dem er sich auch für sie einsetzt.“
Anouk K. (12): „Ich finde seine Pläne gut, z. B. die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo.“
Lennart W. (12): „Obama hat gezeigt, dass auch Farbige viel erreichen können.“
Christopher J. (12): „Obama will, dass es nicht mehr so viele Atomwaffen gibt, aber er konnte noch nicht so viel verändern, da er nicht allein bestimmen darf.“
Nha-Dan N. (12): „Er hat meiner Meinung nach nicht besonders viel geschafft. Bis jetzt hat er nur was zur Gesundheitsreform gemacht.“
Sophie K. (12): „Ich finde, er hat noch nicht so viel bewirkt, wie man sich von ihm erhofft hat.“
Haben Jugendliche jetzt mehr Interesse an Politik?
Wir wollten von den Schülern auch wissen, ob Obama bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an Politik geweckt oder gesteigert hat…
Valentina E. (12): „Ja, auf jeden Fall. Er weckt Interesse. Er hat selber Kinder, die oft in der Zeitung stehen und er hatte einen tollen Wahlspruch: „Yes, we can!“. Er ist jung und redet kinderfreundlich.“
Jacob B. (12): „Ich glaube schon. Er hat gezeigt, dass Politik nicht einfach nur heißt, am Rednerpult zu stehen, sondern dass sie harte Arbeit ist. Bei mir jedenfalls kommt er gut an.“
Tobias J. (12): „Vielleicht ein bisschen Interesse. Denn manche Kinder mögen die Politik nicht so sehr.“
Tim B. (12): „Natürlich, weil Obama total charismatisch ist.“
Fazit: Die meisten befragten Schüler mögen Obama, sie finden ihn sympathisch. Sie sind der Meinung, dass er sich für Frieden, Umwelt, Freiheit, Gesundheitsreform und gegen Diskriminierung einsetzt. Die Kinder finden ihn als Person interessant. Es ist jedoch fraglich, ob es Barack Obama schafft, sie auch für seine Politik zu interessieren.






















Stellenmarkt
Wohnungen
Branchenbuch
Stadtplan
Veranstaltungen
Kinoprogramm







