Internet
Twitter - immer schnell wissen, was los ist
Mittwoch, 11. November 2009 16:50Was ist Twitter? ,,Flugzeug auf dem Hudson River notgelandet." - Wumms! Im Nu wissen Tausende Bescheid, ohne Radio oder Fernsehen genutzt zu haben. Denn egal, was passiert, ob nun die Welt untergeht oder Hertha zweistellig verliert (was für manche Menschen dasselbe wäre): Wer weiß zuerst Bescheid? Die Twitter-Nutzer! Doch wie funktioniert dieser Dienst? Wie kann man innerhalb von Minuten Tausende informieren? Wir haben es ausprobiert.
Twitter ist ein soziales Netzwerk, eine Art Informations-Plattform. Jeder, der angemeldet ist, kann von seiner Seite aus eine Kurzmeldung verfassen. Jede Kurzmeldung darf maximal 140 Zeichen beinhalten. In so einer Meldung kann man entweder etwas verkünden wie: "Putze mir gerade die Zähne". Oder: "Habe gerade Obama mit seiner Air Force One in Dresden ankommen sehen". Leider kann man ohne passende Zusatzsoftware (Twitpic) keine Fotos bei Twitter hochladen.
Doch wie gelangen die News zu anderen Twitter-Nutzern? Dafür gibt es ein Prinzip namens "follow" (folgen). Wenn Ihr jemanden bei Twitter entdeckt, von dem Ihr laufend Neuigkeiten empfangen möchtet, könnt ihr ihm folgen. Als "follower" habt Ihr ihn gewissermaßen abonniert. Jetzt werden alle von ihm verfassten Kurzmeldungen auf Eurer Startseite angezeigt.
Wie könnt Ihr Euch anmelden?
Der erste Schritt zu einem eigenen Twitter-Account ist, bei " www.twitter.com " auf den Anmelde-Button zu klicken. Dann muss man verschiedene Angaben machen (ganzer Name, User-Name etc.) und erhält schließlich einen eigenen Link. Dieser beginnt immer ,,Twitter.com/", dann folgt der Username. Und schon habt Ihr Euren eigenen Twitter-Account und könnt los,,zwitschern", denn nichts anderes bedeutet "twitter".
Wer benutzt Twitter? Auch viele Promis "zwitschern". Wenn Ihr "Follower" eines Promis seid, ist das wie das Abo eines Newsletters. Allerdings müsst Ihr sehr genau aufpassen: Viele berühmte Leute, die Ihr bei Twitter entdeckt, sind wahrscheinlich gar nicht sie selbst, sondern irgendwelche Wichtigtuer, die so tun, als ob! Echt sind allerdings die Seiten von Barack Obama (leider nur auf Englisch) oder Til Schweiger. Kurzer Tipp: Guckt einfach auf der Homepage Eures Vorbilds nach. Die meisten Promis, Zeitungen oder Organisationen, die bei Twitter angemeldet sind, verweisen auf ihren Internet-Seiten darauf.
Nach all diesen positiven Punkten stellt Ihr Euch sicher die Frage: Wo ist der Haken an der Sache? Vielleicht kostet Twitter ja viel Geld? Oder man hat keine Privatsphäre? Zunächst: Twitter kostet keinen Cent, solange Ihr keine rassistischen oder staatsfeindlichen Bemerkungen fallen lasst und Euch so Bußgelder einhandelt. Was den Punkt mit der Privatsphäre angeht, so sammelt Twitter laut Wikipedia "personenbezogene Daten seiner Benutzer und teilt sie Dritten mit. Twitter sieht diese Informationen als einen Aktivposten und behält sich das Recht vor, sie zu verkaufen, wenn die Firma den Besitzer wechselt."
Das heißt auf gut Deutsch, dass alle Daten, die Ihr bei Twitter eingegeben habt, der Welt zugänglich sind. Allerdings: Wenn Ihr eine Kurzmeldung veröffentlicht, kommt sowieso jeder dran und wir wollen hoffen, dass Ihr nicht unbedingt daran dachtet, Kreditkarten-Codes in eine Meldung zu schreiben! Behaltet irgendwo im Hinterkopf, dass alles, was Ihr schreibt, öffentlich ist!
Dominik Flügel, Daniel Schwenkert, Lukas Blattmann, Max Popken , Kl. 8b, Canisius-Kolleg, Tiergarten
Erschienen am 02.11.2009











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