07.06.12

Frogster

"Große Computerspiele haben Budgets wie Hollywood-Filme"

Die Frogster Interactive Pictures AG mit Sitz in Berlin ist ein international tätiger Publisher von Online-Computerspielen. Sie konzentriert sich auf Betrieb und Vermarktung virtueller Welten, von "Massively Multiplayer Online Games". Zu seiner Arbeit haben wir Holger Anders interviewt, der als PR-Manager von Frogster die Spiele TERA, Runes of Magic, Eligium und  Bounty Bay Online betreut:

Foto: Frogster
Kostenlos statt Kriegshandwerk: Online-Rollenspiel «Runes of Magic»
"Runes of Magic" ist eine Produktion, die aus dem Unternehmen Frogster stammt

Berliner Morgenpost: Wer oder was ist Frogster?

Holger Anders: Frogster ist ein international tätiger Publisher von Online-Games. Wir konzentrieren uns auf den Vertrieb und auf die Vermarktung. Das heißt, die Spieleentwicklung geschieht bei Lizenzpartnern und wir bei Frogster übernehmen dann Lokalisierung, Produkt-Management, Marketing und PR, Hosting, Server-Betrieb und die Abrechnung.

Wie arbeitet ein Spiele-Entwickler und wer denkt sich die Handlungen, Landschaften und Charaktere bzw. Figuren aus?

Wir lizensieren unsere Spiele vorwiegend aus asiatischen Ländern wie Korea. Diese sind dann bereits technisch weit ausgereift. Unser Team übernimmt den Feinschliff zusammen mit dem Entwickler-Team. An der Entwicklung eines modernen Online-Games sind über 100 Personen beteiligt. Zum Beispiel sind ein paar Experten für das Aussehen der Landschaft und der Figuren oder Charaktere zuständig, wofür dementsprechend viel Kreativität benötigt wird. Auf der anderen Seite wird der ganze kreative Stoff in die Spielmechanik integriert, wofür erfahrene Programmierer benötigt werden. Unser Mutterunternehmen Gameforge entwickelt auch selbst, wie z.B. die Spiele Ikariam oder Ogame.

Wie wird man Spiele-Entwickler und was muss man dafür besonders gut können?

Hier in Berlin zum Beispiel gibt es die Games Academy, wo man einen Abschluss als Game-Designer machen kann. Dort lernt man, wie man 3D-Modelle aufsetzt, mit Texturen arbeitet, welche Entwicklungsplattformen (sog. Spiel-Engines) es gibt, wie man eine Level-Struktur aufbaut, die für den Spieler abwechslungsreich ist und viel mehr. Interessierte können aber auch gezielt eine Ausbildung für Grafik-Design, IT, Programmierung oder Verwaltung von Datenbanken machen.

Wie lange dauert es ungefähr, ein komplettes Spiel anzufertigen?

Große Produktionen haben inzwischen Millionen-Budgets, die vergleichbar mit Hollywood-Filmen sind. Bis ein Spiel überhaupt auf den Markt kommt, dauert es durchschnittlich drei Jahre und es braucht rund 100 Mitarbeiter.

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Morgenpost-Autorin Franziska Birnbach machte sich mithilfe von Google Maps auf den Weg ins Berliner Verkehrschaos
24.05.13Neue Fahrradnavigation
Mit Google Maps wird Radtour in Berlin zum Stresstest

Google Maps bietet ab sofort auch in Deutschland Routen für Radfahrer. Die Morgenpost hat die Anwendung auf Berlins Straßen getestet und stieß dabei auf Straßen, die gar nicht existieren. mehr...


Schon 2012 lockte der „Summer Rave“ viele junge Berliner in die Hangars des stillgelegten Flughafens Tempelhof
24.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonnabend

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonna, den 25. Mai. mehr...


Am Maxim Gorki Theater feiert am Samstag das Stück „Leben des Galilei“ Premiere. Pressesprecherin Claudia Nola rechnet damit, dass diese nicht ausverkauft sein wird
24.05.13Bühne
Champions-League-Finale bringt Berlins Theater in Bredouille

Berlins Theater sehen sich am Samstagabend einem kaum besiegbaren Konkurrenten ausgesetzt. Denn nicht nur potenzielle Zuschauer wollen das Champions League Finale sehen, sondern auch viele Darsteller. mehr...


„The Rock“: Wowereit zeigte nicht die geringsten Anzeichen dafür, dass ihn die Fragen vielleicht ermüdeten
24.05.13Hauptstadtflughafen
Wowereit lässt sich im BER-Ausschuss nicht fassen

Berlins Regierender Bürgermeister musste sich dem BER-Untersuchungsausschusses stellen. Dabei zeigte er sich gelassen - und hatte auf alles ein Antwort. Eine persönliche Verantwortung wies er zurück. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema

Grenzenlose Liebe:  Lulu mit ihrem kleinen Bruder
Mein Bruder, mein größter…

Was tun, wenn der eigene Bruder ganz anders ist als andere?…

Video Nachrichten mehr
Krawalle Wieder Ausschreitungen in Stockholm
Washington Brücke in USA eingestürzt
Grundsatzrede Obama will strengere Regeln für Drohnenangriffe
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Finale in London

Das tippen die Berliner Fans von Bayern und BVB

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote