Fußball
"Bei Türkiyemspor spielen Menschen aller Nationalitäten zusammen"
Türkiyemspor ist ein Fußballverein der besonderen Art. Er ist nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch sehr integrationsorientiert. Im Interview mit Jugendreportern sagt der Erste Vorsitzende, Murat Dogan, wie Integration über den Sport klappen kann:
Berliner Morgenpost: Was ist das Besondere an ihrem Verein?
Murat Dogan: Hier treffen viele verschiedene Kulturen, Religionen und auch Hautfarben aufeinander. Menschen aller Nationalitäten lernen nicht nur, miteinander zu spielen, sondern auch miteinander umzugehen. Außerdem bieten wir etwas an, das es in Berlin gar nicht so häufig gibt: Fußball für Frauen. Und jetzt mal unter uns - die gewinnen doch eh jedes Spiel. (lacht) Nicht zu vergessen ist natürlich, dass wir einer der erfolgreichsten, von Immigranten gegründeten Vereine sind.
Wann wurde der Verein denn gegründet?
Um 1978, aber damals noch unter dem Namen Izmirspor. Im Jahr 1986 wurde der Verein in Türkiyemspor umbenannt und er heißt bis heute so.
Eigentlich war/ist es ja Hauptziel des Vereins, dass man Migranten in den Fußball und in die Gesellschaft einbringt. Wie kann ein Fußballverein das schaffen?
Weil Fußball einfach verbindet. Das ist so bei einem Teamsport. Menschen lernen sich kennen und haben Verständnis füreinander. So fühlen sich die meisten einfach geborgen. Natürlich ist es manchmal so, dass ein Neuankömmling die deutsche Sprache noch nicht beherrscht. Im Idealfall haben wir dann einen Spieler mit demselben sprachlichen Hintergrund, oder wir helfen demjenigen mit der deutschen Sprache.
Apropos Nation, wie viele Nationen kommen im Verein zusammen?
So genau weiß ich das nicht, ich schätze es sind um die 20.
Das sind ja einige… Was bedeutet Ihnen der Verein persönlich?
Ich bin einfach nur ein großer Fan der Vereins-Idee und des Vereins selbst. Er ist klasse, er ist bombe und er ist der beste Verein auf der Welt. (lacht)















