15.01.2013, 16:22

Frankreich-Reise US-Touristinnen verfehlen Lourdes um 800 Kilometer


Zieht Pilger aus aller Welt an: Dem Quellwasser in Lourdes werden heilende Kräfte nachgesagt

Foto: Pascal Deloche / GODONG / picture-alliance / Godong

Zieht Pilger aus aller Welt an: Dem Quellwasser in Lourdes werden heilende Kräfte nachgesagt Foto: Pascal Deloche / GODONG / picture-alliance / Godong

Millionen Pilger besuchen jährlich Lourdes im Südwesten Frankreichs. Den Wallfahrtsort wollten auch fünf Urlauberinnen aus den USA sehen – sie landeten aber stattdessen in einem Dorf in der Bretagne.

Statt im weltberühmten Wallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich sind fünf junge Touristinnen aus den USA in einem kleinen Dorf in der Bretagne gelandet – gut 800 Kilometer nördlich von ihrem Reiseziel.

Wie die Inhaberin eines Cafés im bretonischen Dörfchen Leuhan, Manée Peron, berichtete, zeigten die jungen Frauen ihr eine Reservierung in einem Hotel des Städtchens Lourdes. An der Postleitzahl habe sie gleich gesehen, dass es sich um den Wallfahrtsort in den Pyrenäen handelte.

"Völlig orientierungslos und verzweifelt"

Die Frauen, die von Los Angeles nach Paris geflogen waren, wurden vermutlich durch eine Kapelle namens Notre-Dame-de-Lourdes in die Irre geführt, die Ende des 19. Jahrhunderts in dem bretonischen Dorf errichtet wurde.

"Sie haben sicherlich Lourdes in ihr Navi-System eingegeben, aber ohne Postleitzahl – und sind dann in Leuhan gelandet", vermutete die Gastwirtin. Sie habe den Touristinnen auf einer Landkarte gezeigt, wo Lourdes liege.

Die jungen Frauen, die kein Französisch sprechen, seien daraufhin "völlig orientierungslos und verzweifelt" gewesen. Sie habe ihnen dann auch nicht vorgeschlagen, die Kapelle Notre-Dame-de-Lourdes zu besichtigen, sagte Peron. "Das wäre in dem Moment nicht so gut gekommen."

Sächsin bei Reisebuchung missverstanden

Immer wieder kommt es vor, dass Urlauber irrtümlicherweise an einem Ort landen, der weit weg vom eigentlich angesteuerten Reiseziel liegt. Das kann mitunter bitter enden.

Erst im September verlor eine Sächsin einen Rechtsstreit gegen den Reiseunternehmer L'Tur. Sie hatte einen Flug nach Porto buchen wollen, wurde wegen ihres Dialekts aber missverstanden und bekam stattdessen ein Ticket ins französische Bordeaux. Pech für die Frau, urteilten die Richter.

(AFP/nics)
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