27.12.12

"Charles de Gaulle"

Pariser Flughafen ist einer der schlechtesten der Welt

Orientierungslose Fluggäste, die ihr Anschlussgate suchen, sind auf dem Pariser Flughafen "Charles de Gaulle" Programm. Wer dort Schildern folgt, bleibt am Ende länger dort, als einem lieb ist.

Von Anna Warnholtz
Foto: Getty Images

Der Pariser Flughafen „Charles de Gaulle“ ist bei Flugreisenden besonders unbeliebt
Der Pariser Flughafen "Charles de Gaulle" ist bei Flugreisenden besonders unbeliebt

Jedes Jahr schafft es der Pariser Flughafen "Charles de Gaulle" mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit auf die Hitliste der schlechtesten Flughäfen der Welt. Die attestierten Mängel: rüdes Personal, verwirrende Architektur, miserable Beschilderung und überteuertes Essen.

Aber ein echter Horror ist es, wenn man bei der Zwischenlandung das Terminal wechseln muss und sich auf den offiziellen Umsteigeweg verlässt. Landet man etwa aus Deutschland kommend im Terminal 2D und muss innerhalb von 1,5 Stunden Terminal 2E erreichen, um von dort in die USA abzuheben, raten einem sowohl der "Connecting flights guide" auf der Flughafen-Webseite als auch das Flughafen-Personal den Shuttlebus zu nehmen.

Reisende irren panisch, schwitzend durch die Gänge

Was sich nach einer Zeitersparnis anhört, endet aber oft im Gegenteil, denn zuerst einmal müssen die Passagiere die Haltestelle überhaupt finden – eindeutige Schilder gibt es nicht.

Das sorgt für allgemeine Orientierungslosigkeit unter den Fluggästen. Wohin man auch schaut, irren Reisende – panisch, schwitzend – durch das Flughafen-Labyrinth. Und dann heißt es warten: der Bus zwischen Terminal 2D und 2E fährt nur alle 15 bis 30 Minuten.

Wer das nicht weiß, wähnt sich an der falschen Haltestelle und wird nervös, denn die Umsteigezeit rinnt unaufhaltsam dahin. Wer Nerven bewahrt und Terminal 2E erreicht hat, darf wieder warten – diesmal in der Schlange an der Sicherheitskontrolle, die man aufgrund des Terminalwechsels erneut passieren muss.

Bloß nicht den Schildern folgen

Sicherer ist es, wenn man den kilometerlangen Weg zwischen den Terminals zu Fuß zurücklegt, den Rollkoffer im Schlepptau – allerdings im Stechschritt. Dann reichen 1,5 Stunden Umsteigezeit gerade mal – sofern man nicht wieder stoisch den Schildern folgt. Glaubt man denen, dreht man sich am Flughafen-Bahnhof im Kreis und verpasst seinen Anschlussflug.

Selbst Air France glaubt am eigenen Heimatflughafen Charles de Gaulle nicht daran, dass ihre Umsteigepassagiere den Weg zum richtigen Terminal rechtzeitig finden und bietet deshalb für teures Geld einen eigens buchbaren Umsteigeservice an. Satte 200 Euro kostet die individuelle Betreuung beim Transit.

Stornieren oder umbuchen

In einschlägigen Internetforen wird das Thema "Umsteigen am Charles de Gaulle" heiß diskutiert. "Lange Wartezeiten, Verspätungen sind ganz normal... Dieser Flughafen ist einfach nur katastrophal!!!", heißt es da etwa. Andere genervte Vielflieger empfehlen dort, am besten den Flug zu stornieren oder eine andere Flugroute zu buchen, um Charles de Gaulle zu meiden. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Foto: picture alliance / dpa/Chinafotopress

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