12.12.2012, 11:52

Türkei Weltuntergangsfurcht bringt Dorf Besucheransturm


Das hübsche Bergdorf Sirince in der ägäischen Region ist bekannt für den Anbau von Wein und Oliven

Foto: Frank Baumgart / picture alliance / ZB

Viel ist die Rede vom angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember. Manche sichern sich schon einen Platz im Bunker. Andere flüchten in ein kleines türkisches Dorf, dem sie positive Energien zuschreiben.

Die Angst vor dem angeblich bevorstehenden Weltuntergang hat einem kleinen Dorf in der Türkei einen Besucheransturm beschert. Zum ersten Mal seien alle 400 Hotelbetten des 600-Seelen-Dorfes Sirince komplett ausgebucht, sagte der Hotelier Ilkan Gülgün.

Einige Menschen seien der Ansicht, "dass die Energie von Sirince sehr mächtig ist", erklärte Gülgün. "Sie glauben, dass die Energie sie an einen anderen Bestimmungsort im Kosmos bringt", fügte er hinzu.

Die Jungfrau Maria sorgt für positive Energie

Nach dem Maya-Kalender endet am 21. Dezember eine Zeitrechnung, bevor eine neue beginnt. Daraus haben Esoteriker in aller Welt eine Weltuntergangs-Prophezeiung abgeleitet.

Sirince liegt in der Nähe von Ephesos. Dem Ort werden positive Energien zugeschrieben, weil von dort die Jungfrau Maria in den Himmel aufgefahren sein soll. Sirince lockt aber auch mit seinen aufwendig renovierten weißen Bauwerken und seinem Wein Besucher, insbesondere wohlhabende Türken, an.

Aus dem Weltuntergangstourismus will auch der Unternehmer Erkan Önoglu Profit ziehen. Seit ein paar Tagen verkauft er in seinem Laden einen "Weltuntergangswein", wie die Zeitung "Radikal" berichtete.

(AFP/nics)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter