27.11.12

Skigebiete-Vergleich

"Skifoan dahoam" ist ein echtes Schnäppchen

Was kostet die Übernachtung? Wie viel Skipass und Ausrüstung? Was muss man für Essen und ein Bier ausgeben? Ein Preisvergleich in 43 Wintersportorten zeigt: Deutsche Skigebiete sind besonders günstig.

Foto: Infografik Die Welt

Gleich vier deutsche Vertreter finden sich unter den Top Ten der günstigsten Skiorte
Gleich vier deutsche Vertreter finden sich unter den Top Ten der günstigsten Skiorte

Keine Frage, ein Skiurlaub ist teurer als eine Woche Sonnenbaden am Hotelpool oder Strand. Vor allem Skipass und Ausrüstung verteuern den Spaß im Schnee. Dazu kommen noch Ausgaben für die Unterkunft, Verpflegung und das Après-Ski-Bier.

Wer Geld sparen und besonders budgetschonend in den Schnee reisen will, sollte Vergleiche anstellen – denn bei den Wintersportorten gibt es teilweise eklatante Preisunterschiede.

So viel kostet ein Ski-Tag

Einen Preisvergleich unter den wichtigsten Wintersportorten Europas hat jetzt TripAdvisor angestellt: Der "TripIndex Ski 2012" der Reiseplattform basiert auf den Kosten für eine Nacht im Hotel, einen Tages-Skipass, eine gemietete Skiausrüstung für einen Tag, ein regionales Essen und eine Flasche Bier.

Zwar ist der auf einen einzigen Tag bezogene Vergleich nicht sehr realistisch (wer fährt nur einen Tag in die Berge oder steigt dafür sogar ins Flugzeug?), aber als minimale Bezugsgröße lässt sich dennoch gut eine aussagekräftige Tendenz ablesen. Unberücksichtigt bleiben die Kosten für die Anreise, verglichen wurden lediglich die Kosten vor Ort.

Erfreulich für alle, die eine kurze Anreise schätzen: Deutschland ist gleich mit vier Regionen in den Top Ten der günstigsten europäischen Ski-Destinationen vertreten.

Mit Berchtesgaden (170,30 Euro/Platz 4), Spitzingsee (179,73 Euro/Platz 6), Garmisch-Partenkirchen (204,76 Euro/Platz 8) und Oberstdorf (205,37 Euro/Platz 9) sind gleich vier deutsche Skigebiete in den Top Ten der günstigsten europäischen Ski-Destinationen vertreten.

"Skifoan dahoam" rechnet sich

Doch auch innerhalb Bayerns lohnt ein Blick ins Detail: Zwischen dem günstigsten und teuersten deutschen Kandidaten Berchtesgaden und Oberstdorf liegt nämlich eine Preisspanne von rund 20 Prozent.

In der Relation zu direkten Nachbarn rechnet sich "Skifoan dahoam" umso mehr: So kostet ein "TripIndex-Skitag" selbst in der preiswertesten österreichischen Destination Mayrhofen (Zillertal; 248,92 Euro/Platz 20) zirka 46 Prozent mehr als in Berchtesgaden.

Wer im bestplatzierten Ort der Schweiz, Saas Fee (301,70 Euro/Platz 28), urlaubt, sollte ein Ausgabenplus von 77 Prozent einkalkulieren. Am teuersten wird der Tag im Schnee in Méribel, Frankreich (441,43 Euro/Platz 43), damit liegt diese Region etwa 149 Prozent über den Kosten in Berchtesgaden.

Der Blick ins Ausland

Die günstigste Ski-Destination im Preisvergleich ist der Berg Ätna auf Sizilien, Italien, mit einem Gesamtpreis von 122,39 Euro. Bansko in Bulgarien belegt mit 129,11 Euro den zweiten Platz im Ranking. Den dritten Platz nimmt das spanische Astún (136,13 Euro) ein.

Die beiden im "TripIndex"-Vergleich teuersten Skigebiete kommen in diesem Jahr aus Frankreich: am kostspieligsten ist ein Aufenthalt in Méribel – mit 441,43 Euro, gefolgt von Courchevel (440,37 Euro). Beide liegen preislich gesehen mehr als dreimal so hoch wie Ätna in Italien, Bansko in Bulgarien und das spanische Astún.

Fünf Schweizer Destinationen sind in den Top-Ten der teuersten Ski-Gebiete gelistet – dabei müssen Skifahrer in St. Moritz mit den höchsten Preisen rechnen. Der Index-Preis liegt hier bei insgesamt 435,05 Euro.

Gleiches Angebot, unterschiedlicher Preis

Der Skipass ist in Zermatt (62,29 Euro) am teuersten. Hier zahlt der Gast dreimal so viel wie in Bansko, Bulgarien (22,97 Euro). In Méribel ist die Übernachtung am teuersten (356,06 Euro) – mehr als fünfmal so hoch wie der günstigste Preis in der Liste: Im spanischen Astún liegt die Nacht im Hotel bei 68,88 Euro.

Die teuerste Destination in Bezug auf das Mieten der Ausrüstung ist Klosters in der Schweiz (52,33 Euro). Die Kosten übersteigen das günstigste Angebot in der Liste (Bansko, Bulgarien mit 14,89 Euro) um das Dreifache.

Die Flasche Bier kostet in Ordino Arcalis, Andorra, 1,50 Euro (das günstigste Angebot des Vergleichs) – in Saas Fee, Schweiz, hingegen 5,54 Euro.

Quelle: heg
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