23.05.2012, 17:04

Wasserqualität EU vergibt Bestnoten für deutsche Gewässer

Foto: Patrick Pleul / picture-alliance/ dpa

Im neuesten Bericht der EU-Kommission zur Qualität der europäischen Badegewässer kommt Deutschland insgesamt gut weg. Das sauberste Wasser finden Urlauber allerdings in einem anderen Land.

Urlauber können auch 2012 beruhigt in deutschen Seen und an den Küsten schwimmen. Die Qualität der Gewässer ist bis auf ganz wenige Ausnahmen "exzellent", so das Ergebnis der diesjährigen Untersuchung durch die Europäische Umweltagentur.

Sämtliche Strände an der Ostsee, die von den örtlichen Behörden für den Badespaß freigegeben sind, bekommen auch von den europäischen Prüfern grünes Licht.

Ähnlich sieht es auch an der Nordsee aus, vom Nordseestrand Upleward in Krummhörn abgesehen. Außerdem werden Bäder an Seen und Flüssen in Norddeutschland beanstandet: das Freibad an der Ems in Jemgum, die Nordsee Dollart Dyksterhausen Bohrinsel in Jemgum und der Weserstrand Kleinensiel in Stadland.

Vereinzelt gibt es rote Flaggen

In Schleswig-Holstein sind dem EU-Bericht zufolge der Lütauer See am Campingplatz Wehking in Lehmrade, das Luisenbad an der Schlei in Schleswig sowie der Kollmar-Hafen an der Elbe in Kollmar nicht sauber genug.

In Berlin fällt allein die Kleine Badewiese an der Unterhavel durch. In Nordrhein-Westfalen wurde die Badestelle am Aussichtsturm beim Elfrather See in Krefeld nur als ausreichend bewertet, drei Badestellen in Duisburg und Höxter mussten zudem geschlossen werden.

Auch in Bayern gibt es einzelne rote Flaggen, etwa am Meerhofsee im Landkreis Aschaffenburg und der Schornweisach Weiher in Mittelfranken. Der hessische Wissmarer See bei Wettenberg bekam keine gute Note, ebenso in Baden-Württemberg die Kocher Badebucht in Künzelsau, der Pfedelbach im Hohenlohe-Kreis und der Rhein bei Schwörstadt.

Insgesamt wurden 2300 Seen und Strände untersucht, EU-weit nahmen sich die Prüfer 22.000 Gewässer vor. Das sauberste Wasser findet sich in Griechenland, Zypern, Kroatien und Malta. Den größten Verbesserungsbedarf sieht die EU in den Niederlanden, Bulgarien, Lettland, Luxemburg und Belgien.

(steb)
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