18.04.12

Japan

Tokio präsentiert den höchsten Turm der Welt

Er wird zwar erst in einigen Wochen eröffnet, doch schon jetzt durften Journalisten Tokios neue Attraktion erkunden: Der Skytree stellt im Wettlauf um die welthöchsten Gebäude einen neuen Rekord auf.

Foto: DPA

Schon einige Wochen vor der offiziellen Eröffnung am 22. Mai 2012 wurde der höchste freistehende Fernseh- und Rundfunksendeturm der Welt in Tokio Journalisten präsentiert.

18 Bilder

In Tokio ist der höchste freistehende Fernseh- und Rundfunksendeturm der Welt mehr als einen Monat vor seiner offiziellen Eröffnung vor Journalisten präsentiert worden. Den Besuchern bot sich bei ihrer Tour auf den sogenannten Tokyo Skytree ein ebenso atemberaubender wie vernebelter Blick auf die Skyline der japanischen Hauptstadt.

Im vergangenen Jahr hatte der Skytree den 600 Meter hohen Canton Tower im chinesischen Guangzhou überholt. Wie die Eigentümergesellschaft Tobu mitteilte, ist der 634 Meter hohe Sendeturm nun nach dem 828 Meter hohen Wolkenkratzer Burj Khalifa in Dubai das zweithöchste Gebäude der Welt.

Das Wettrennen geht weiter

Lange wird der Skytree diesen Platz allerdings nicht behaupten können. Denn Aserbaidschan baut einen als Business Center konzipierten Wolkenkratzer 25 Kilometer südlich der Hauptstadt Baku, der eine Höhe von 1050 Meter erreichen soll. Damit wird der Azerbaijan Tower mit seinen 185 Stockwerken um 222 Meter den Burj Khalifa in Dubai überragen.

Und in vier Jahren soll die saudi-arabische Hafenstadt Jiddah von einem mehr als ein Kilometer hohen Turm überragt werden. Die Kingdom Holding des Milliardärs Prinz Alwaleed bin Talal al-Saud plant im Norden der Millionen-Stadt den Kingdom Tower, der Burj Khalifa um 173 Meter überragen wird.

Zwei Aussichtsplattformen für Besucher

Am 22. Mai soll der Skytree der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Turm verfügt über einen Hochgeschwindigkeitsaufzug, der die Besucher der neuen Touristenattraktion nach oben befördert.

Hauptattraktion des Turmes sind zwei Aussichtsplattformen in 350 und 450 Metern Höhe über der Erde. Von dort könne man die gesamte Region Tokio und sogar die Erdkrümmung sehen, schwärmte der stellvertretende Projektmanager Yoshihito Imamura.

"Er wird nicht einstürzen"

Der Tokyo Skytree soll nach dem neuesten Stand der Technologie errichtet und aufgrund einer "Vibrationskontrolle" absolut erdbebensicher sein. "Er wird nicht einstürzen", versicherte Yoshihito Imamura.

Das Gebäude besteht aus einem zentralen Betonpfahl, der von einer Konstruktion aus Stahlrohr umgeben ist. Diese Bauart sorge dafür, dass sich bei einem Erdstoß beide Gebäudeteile durch ihre unterschiedliche Masse in entgegengesetzte Richtungen bewegten und so die Energie des Bebens teilweise abfederten, sagte ein Sprecher.

Seit dem verheerenden Erdbeben in Japan vom 11. März vergangenen Jahres wurde die Region Tokio täglich durchschnittlich von 1,5 leichteren Erdstößen erschüttert.

Geologen sehen eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, dass die japanische Hauptstadt in den kommenden vier Jahren ein schweres Beben mit einer Stärke von mehr als 7,0 erlebt.

Quelle: AFP/dapd/nics
Foto: pa

Deutschlands schönste Aussichtstürme: Das Jagdschloss Granitz auf Rügen ...

12 Bilder
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Belästigungsvideo "Ich betreibe Kampfsport und habe trotzdem…
Vorsicht Kamera! Hochzeit aus der Sicht einer Whiskey-Flasche
Nach Pokalsieg Pep Guardiola denkt nur noch an Borussia Dortmund
Israel Radikaler Rabbiner überlebt Attentat
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Kleine Horror-Show

Halloween, das Fest des Gruselns

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote