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11.04.10

Kleine Fluchten

Einmal wohnen wie ein Fürst

Schöner wohnen in der Ferienwohnung im "Schlosshotel Wendorf". Bis zu 130 Quadratmeter groß, verfügen sie über Salon, Schlafzimmer, Bad, Küche und Terrassen. Dass man sich hier sofort wohlfühlt, liegt nicht allein am Luxus goldener Wasserhähne und edler Stofftapeten, sondern auch an der Liebe, mit der Details gestaltet wurden.

© Nicole Steiner
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Die blonden Mähnen wippen im Takt der Schritte, und klapperten nicht die Hufe auf dem Pflaster, wäre die Stille absolut. Nur ab und zu taucht plötzlich ein Hund auf, der uns - dankbar für die Abwechslung - laut kläffend hinterm Gartenzaun ein Stück begleitet. Die Pferde, die unsere Kutsche durch das mecklenburgische Örtchen Wendorf ziehen, beeindruckt das nicht. Erst als frech eine Ziege meckert, fühlen sie sich provoziert. Ein Zeichen des Kutschers hält die beiden aber auf Kurs.

Ein bisschen seltsam kommen wir uns vor, wie wir mit Kaffeebechern auf der Kutsche thronen, während sich nur wenige Meter hinter uns eine Frau mit Nordic Walking fit hält. Sie grüßt ebenso freundlich wie zwei Mädchen, die uns leicht amüsiert hinterherschauen. "Die müssen uns ja schon für ein bisschen verrückt halten, bei diesem Wind mit offener Kutsche durch die Gegend zu fahren", sage ich. Heftig nickend lacht unser Kutscher, als er uns am "Schlosshotel Wendorf" absetzt.

Ursprünglich stand in Wendorf eine Ritterburg. Bis 1895 war sie im Besitz des Grafengeschlechts derer von Schack, alter niedersächsischer Adel. 1904 kaufte Ivan Mackensen von Astfeld das Anwesen. Auf den Fundamenten der alten Burg ließ er unter der Leitung des Architekten Paul Korff das heutige Schloss samt Park errichten. Zu DDR-Zeiten als Jugendheim genutzt, wurde das Schloss 2004 von Udo Chistée, dem österreichischen Gründer der Amedia Hotel Group, entdeckt. Ursprünglich wollten er und seine Frau Monika dort den Ruhestand genießen, doch dann entschieden sich beide für den Umbau in ein Fünf-Sterne-Hotel.

Individuell eingerichtete Suiten

In jahrelanger Arbeit wurde das Haus denkmalgerecht renoviert und restauriert. Im Erdgeschoss befinden sich der Speisesaal, eine Orangerie, die Bibliothek und ein Rauchersalon mit Blick auf die angrenzende Terrasse und den Schlosspark mit See. Über einen holzvertäfelten Treppenaufgang gelangt man zu den zehn individuell eingerichteten Suiten.

Bis zu 130 Quadratmeter groß, verfügen sie über Salon, Schlafzimmer, Bad, voll ausgestattete Küche und großzügige Terrassen. Dass man sich hier sofort wohlfühlt, liegt nicht allein am Luxus goldener Wasserhähne und edler Stofftapeten, sondern auch an der Liebe, mit der Antiquitäten zusammengetragen und Details gestaltet wurden. Zwölf kleinere und kostengünstigere Suiten gibt es in einem Nebengebäude. Dort befindet sich auch das Gourmetrestaurant "Cheval Blanc", in dem der österreichische Küchenchef Reinhard Sommereder sein Können beim Zubereiten regionaler und internationaler Speisen zeigt.

Pferdebilder und -figuren überall - selbst im Restaurant ist kaum zu übersehen, dass Liebhaber der Vierbeiner hier willkommen sind. Umgeben von gepflegten Koppeln und einer Vielzahl von Reitwegen, die durch die unberührte Natur der Sternberger Seenlandschaft führen, ist der Ort zum Reiten ideal. Ein Teil der etwa 40 Springpferde aus dem Gestüt Udo Chistées ist gleich hinter dem Schloss untergebracht.

Das eigene Pferd darf mit

Für Gäste, die ihr eigenes Pferd mitbringen, stehen weitere Boxen und Personal zur Verfügung. Betreut von Spitzensportlern wie Thomas Kleis, Springreiter und mehrfacher Landesmeister von Mecklenburg-Vorpommern, können Besucher die Reitwege im Umland testen und auf einem Dressur- und Springplatz Stunden nehmen. Auch Jagdreiter kommen auf ihre Kosten. Tiere leiden dabei nicht, denn statt echten Füchsen folgt die Meute nur einer Duftspur.

Sportlich verausgaben kann man sich auch auf dem neun Kilometer entfernten Winston Golfplatz in Vorbeck oder im Schweriner Golfclub. Zudem bieten sich Radtouren, Angeln, Kanufahrten, Pilz- und Kräuterwanderungen an. Und wer Kultur sucht, braucht nur ins 28 Kilometer entfernte Schwerin zu fahren, das in diesem Jahr 850-jähriges Bestehen feiert.

Für Entspannung sorgen Spa, Sauna und Whirlpool im Untergeschoss des Hotels. Sogar Schönheitsoperationen unter ärztlicher Aufsicht werden arrangiert - für diejenigen, die nicht nur erholt, sondern auch optisch jünger wieder nach Hause kommen wollen.

Die Reise wurde unterstützt vom "Schlosshotel Wendorf"

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