14.02.13

Traumwinter

Das sind die zehn besten Skigebiete in Nordamerika

Der Weg ist weit, doch er lohnt sich. Colorado, Utah, Alberta und British Columbia bieten nordamerikanisches Skivergnügen vom Feinsten. Es ist nicht nur der locker-leichte Schnee, der Spaß macht.

Von Brigita Krieger
Foto: Bernhard Krieger

Wir stellen zehn besonders empfehlenswerte Ski-Resorts in den USA und Kanada vor: Mit „A“ wie Aspen geht es los.

16 Bilder

Einmal zum Skifahren oder Snowboarden nach Nordamerika. Das ist der Traum vieler Wintersportler in Deutschland. Die Skigebiete in Kanada und den USA locken mit legendärem "Champagne Powder", leeren Pisten und Top-Service. Wir stellen die zehn besten Ski-Resorts Nordamerikas vor.

Vail & Beaver Creek, Colorado (USA)

Vail ist ein Skigebiet der Superlative. Die legendären "Back Bowls" auf der Rückseite des Vail-Bergs sind eine einzigartige Spielwiese für Tiefschnee-Fans und "Blue Sky Basin" mit seinen bis zu den Gipfeln reichenden Wäldern ist der Inbegriff des "American way of skiing".

2015 finden die Alpinen Skiweltmeisterschaften in dem alpenländisch wirkenden Vail mit 2141 Hektar befahrbarer Fläche und seinem luxuriösen Schwesterresort Beaver Creek statt. Das am Reißbrett entworfene Resort mit seinen riesigen Chalets, tausenden Weihnachtsbäumen, dem Eislaufring im Zentrum und den abends lodernden Lagerfeuern scheint einem Bilderbuch mit naiver Malerei entsprungen.

Mehr als die Hälfte der 148 Pisten zwischen dem 3488 Meter hohen Hausberg und dem 2255 Meter hoch liegenden Ort sind leicht bis mittelschwer. Sie führen durch dichte Wälder vorbei an den gigantischen Villen von Tom Hanks und anderen Stars. Tempo-Bolzer zieht es auf die Weltcup-Abfahrt "Birds of Prey".

Whistler Blackcomb, British Columbia (Kanada)

Mit gigantischen 3307 Hektar bietet Whistler das größte Ski-Gebiet Nordamerikas. Knapp zwei Autostunden nördlich von Vancouver bietet das alpine Herz der Olympischen Winterspiele von 2010 alles, was das Wintersportlerherz begehrt: Einen schneesicheren Gletscher, Tiefschneehänge, rasante Pisten, Heliskiing, Top-Hütten und unzählige Hotels, Restaurants und Lokale.

Weil Whistler durch seine Lage in den Küstenbergen viel und regelmäßig Schnee bekommt, ist es die Nummer eins für Skiverrückte. Im Schnitt kommt Whistler auf über zehn Meter Schnee pro Jahr.

Ideal ist Whistler auch zum Warmfahren für alle, die danach das Heliskiing-Abenteuer im hohen Norden Kanadas bei Last Frontier Heliskiing oder in Bella Coola suchen.

Aspen, Colorado (USA)

Aspen, der Lieblingsort der Reichen und Schönen aus Hollywood besticht durch sein charmantes Ortszentrum, hervorragende Restaurants und gleich vier grandiose Berge mit insgesamt 2146 Hektar Fläche.

Direkt im 2400 Meter hoch gelegenen "St. Moritz Amerikas" startet die Gondel hinauf auf den 3418 Meter hohen Hausberg Ajax. Das größte der vier Skigebiete, Snowmass, liegt eine halbe Skibusstunde von Aspen entfernt. Es bietet unendlich weitläufige Cruiser-Pisten sowie rassige Wald- und Geländeabfahrten.

Buttermilk ist ideal für Anfänger und Freestyler, Aspen Highlands dagegen etwas für Könner. Auf dem Lieblingsberg der Einheimischen lockt die Highlands Bowl. Fast eine Stunde muss man zum 3780 Meter hohen Gipfel der Schüssel aufsteigen. Oben warten 14 tief schwarze Geländeabfahrten.

Zur Belohnung gibt's auf der "Cloud 9"-Hütte des aus Österreich stammenden Starkochs Andreas Fischbacher danach Alpen-Schmankerln.

Revelstoke, British Columbia (Kanada)

Als einziger Wintersportort Nordamerikas bietet Revelstoke Heliski, Catski und auch noch ein normales Skigebiet. Früher war das Städtchen am Columbia River ein wildes Freerider-Nest, sein Ruf als Heliski-Dorado legendär.

Aber erst der Ausbau des Skigebiets an den Westhängen des Mount Mackenzie hat Revelstoke komplett gemacht. Jetzt kann man sich für das Heliski-Abenteuer bei "Canadian Mountain Holidays" (CMH) und "Selkirk-Tangiers" oder beim günstigeren Catski auf den Pisten einfahren.

Die Höhendifferenz von 1713 Metern ist Nordamerika-Rekord, die längste Abfahrt stolze 15,2 Kilometer lang. Und dazu gibt es im Skigebiet durchschnittlich bis zu 14 und im Heliski-Areal sogar bis zu 18 Meter Schneefall pro Jahr!

Telluride, Colorado (USA)

Das frühere Minenstädtchen im Süden Colorados ist für viele das schönste Skigebiet der USA. Kein anderes bietet diesen perfekten Mix: ein historischer Ort, amerikanische Weite und alpine Dramatik.

Von der 3831 Meter hohen Bergstation schweift der Blick auf der einen Seite über sanfte Tafelberge und rot schimmernde Canyons bis nach Utah und über eine Kette majestätischer Viertausender auf der anderen Seite.

Könner finden unendliche Möglichkeiten bis hin zum Heliskiing. Knapp acht Meter feinster Powder fallen im Jahresdurchschnitt auf die von 18 Liften bedienten 120 Abfahrten rund um das Mountain Village. Dort liegen die meisten Hotels mitten im Ski-Gebiet.

Eine kostenlose Gondel verbindet das Hoteldorf bis Mitternacht mit der Stadt und ihrer schönen Mainstreet.

Lake Louise, Alberta (Kanada)

Mitten im Banff-Nationalpark liegt der Weltcup-Skiort Lake Louise gegenüber des berühmten Fairmont Château Lake Louise-Seehotels unterhalb des imposanten Victoria-Gletschers. 139 Abfahrten lassen zwischen 1646 und 2672 Metern bieten für jeden etwas.

Das Panorama ist typisch kanadisch: Aus schier unendlich weiten Wäldern erheben sich gigantische Bergmassive. Lake Louise ist nur rund zwei Stunden von Calgary entfernt und damit oft die Warmfahr-Station für Heliskier auf dem Weg nach British Columbia zu den nahen Lodges von "Canadian Mountain Holidays" (CMH) oder zu dem auf Tages-Helitouren spezialisierten Anbieter "RK" in Panorama.

Jackson & Grand Targhee, Wyoming (USA)

Jackson Hole ist Wilder Westen pur: Cowboys, Steaks, Bier und ein Skiberg, der so rau und wild ist, wie die Prärie zu seinen Füßen. Das Panorama vom 3185 Meter hohen Gipfel der Teton-Gebirgskette ist atemberaubend, der Blick in die "Rendezvous-Bowl" Respekt einflößend. Das ist wahrlich "steep and deep!", wie es die Werbung verspricht.

"An Neuschneetagen können die Einheimischen hier gar nicht früh genug oben sein", erzählt "Pepi" Stiegler. 1965 kam der Olympiasieger aus Österreich nach Jackson, eröffnete eine Ski-Schule und ein Restaurant und führte seine Tochter Resi bis in die Weltspitze.

Die extremsten Runs überlässt der rüstige Ski-Rentner mittlerweile anderen. Stiegler zieht seine Kurven lieber auf den Genussabfahrten unter der "Bridger Gondola", die direkt vor dem Four Seasons Hotel enden. Wilder als beim Après Ski dort geht es im knapp 20 Autominuten entfernten Jackson in der "Million Dollar Cowboy Bar" und dem "Silver Dollar Saloon" zu.

Vorbei am legendären Amangani-Hotel führt der Weg über den Pass nach Grand Targhee. Das kleine Resort mit seinem Riesenberg versinkt oft im Pulverschnee. Da hier nur sehr wenige Unterkünfte und keine größeren Städte sind, hat man den Berg oft fast für sich allein. Wem das noch nicht exklusiv genug ist, startet direkt neben dem Skigebiet zum Catskiing.

Big Sky, Montana (USA)

Big Sky ist der größte Geheimtipp Nordamerikas. Das kleine Resort am Rande des Yellowstone Nationalparks ist in Wirklichkeit ein Riese: Mit 2238 Hektar befahrbarer Fläche bietet es Wintersportlern mehr Möglichkeiten als die berühmten Resort-Riesen Vail und Aspen.

In Europa aber ist es noch fast unbekannt und selbst in Amerika kennen es nur die wenigsten. So hat man die jährlich mit durchschnittlich über zehn Metern Schnee gesegneten Pisten oft fast für sich allein.

Erstaunlich – schließlich bietet Big Sky nicht nur einen grandiosen Skiberg, sondern auch noch eine traumhafte Landschaft. Wie ein Pyramide thront der Lone Peak weithin sichtbar über dem Skigebiet, das von unendlichen Wäldern, großen Seen und Flüssen umgeben ist. Zum Flughafen Bozeman ist es nur eine knappe Stunde.

Heavenly, Kalifornien (USA)

Am Rande der Wüste von Nevada erhebt sich Kaliforniens "himmlischer" Skiberg. Hier tauschen die Beachboys ihr Surfboard gegen Ski und Snowboards. Nur gut drei Autostunden von San Francisco entfernt liegt Heavenly am Südufer des Lake Tahoe.

Vom Gipfel des Skigebiets blickt man auf ein einzigartiges Panorama: Im Osten zerfließt die Wüste von Nevada im Dunst, im Nordwesten schimmert der von weißen Gipfeln eingefasste See in Grün- und Blautönen. Mit seinen 29 Liften und 95 Abfahrten ist Heavenly ein Skigebiet voller Gegensätze: Bucklige Steilhänge wechseln ab mit kilometerlangen Genussabfahrten.

Auch der auf der Staatengrenze zwischen Kalifornien und Nevada liegende Ort South Lake Tahoe am Fuße des 3068 Meter hohen Heavenly-Bergs lebt von seinen Kontrasten. Die kalifornische Seite versprüht den spröden Charme eines amerikanischen Provinznests.

Auf der Nevada-Seite dagegen blinken, rattern und klirren in sechs riesigen Spielcasinos mehr als 3.000 Spielautomaten rund um die Uhr.

Castle Mountain, Alberta (Kanada)

Castle Mountain ist Kult! Tief im Süden Albertas sind die Lifte "second hand", das Skifahren aber "first class". Das "Castle Mountain Resort" ist nicht viel mehr, als ein mächtiger Berg mit Riesenparkplatz.

Es gibt nur ein einziges Hotel und der nächste größere Ort ist fast eine Autostunde entfernt. Castle ist nichts für Après-Ski-Fans. Abenteurer aber finden vier Autostunden südlich von Calgary "Heli-Ski-Bedingungen ohne Heli", schwärmt Andrew Rusnyk von der Liftgesellschaft. Das liegt an durchschnittlich zehn Metern Pulverschnee pro Jahr und fast leeren Pisten.

Nach Castle Mountain verirren sich oft nur ein paar Hundert Wintersportler pro Tag.

Park City - Deer Valley - Canyons, Utah (USA)

Zehn Jahre nach Olympia in Salt Lake City hat sich das alpine Herz der Winterspiele von 2002 zu einem der Top-Skiziele gemausert. Die direkt nebeneinander liegenden Skigebiete von Park City, dem Nobel-Skiort Deer Valley und des gigantischen Canyons-Resort lassen keine Wünsche offen. Park Citys Main Street aus der Zeit der Silberminen ist die schönste aller Skiorte in den USA.

Der internationale Flughafen von Salt Lake City ist nur knapp eine Autostunde entfernt. Und außerdem verspricht Utah den "Greatest Snow on Earth". Meteorologen bestätigen: Nirgendwo ist das Verhältnis von Menge und Qualität so gut wie in Utah.

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