29.01.13

Passkontrolle

USA vereinfachen Einreise für Deutsche erheblich

Mit "Global Entry" erlauben die US-Grenzschutzbehörden vertrauenswürdigen Nationalitäten eine schnelle Einreise. Ab sofort dürfen deutsche Reisende testweise teilnehmen. Doch die Gebühren sind hoch.

Von Kira Hanser
Foto: Washington Post/Getty Images

Bei „Global Entry“ scannt der Reisende seinen Pass und seine Fingerabdrücke selbst
Bei "Global Entry" scannt der Reisende seinen Pass und seine Fingerabdrücke selbst

Es hat sich bei deutschen US-Fans und Vielfliegern herumgesprochen wie ein Lauffeuer: Nie wieder Schlangestehen vor der Passkontrolle bei der Einreise in die USA.

Mit "Global Entry" bieten die US-Grenzschutzbehörden ein Registrierungsprogramm für vertrauenswürdige Reisende zur vereinfachten und schnelleren Einreisekontrolle an. Bisher stand es jedoch nur US-Bürgern und beispielsweise Reisenden aus Ländern wie Niederlande und Südkorea offen. Erstmals dürfen nun auch deutsche Staatsbürger in einem Pilotprojekt ab sofort daran teilnehmen. Bedingung: Sie müssen volljährig sein.

Das bestätigt die deutsche Botschaft: "In einem begrenzten Rahmen ist es für volljährige deutsche Staatsangehörige mit elektronischem Reisepass grundsätzlich möglich, als Testnutzer am Pilotverfahren teilzunehmen."

"Global Entry" erspart endlose Warteschlangen an der Passkontrolle. In einer Testphase haben die Behörden die Nutzung des 'Global Entry' für deutsche Reisende tatsächlich bereits freigeschaltet. Das berichtet die Fachzeitschrift "Travel Talk" und hat die erleichterte Einreise getestet. Das Ergebnis: Es klappt einwandfrei.

So funktioniert es

Bei der Ankunft an einem US-Flughafen müssen Deutsche nicht mehr bei einem Grenzbeamten am Schalter Rede und Antwort stehen. Statt dessen geht man zu einem der sogenannten "Global Entry"- Kioske. Sie sehen aus wie Check-in-Automaten und stehen bereits an fast allen internationalen Flughäfen in den USA.

Dort wird der Reisepass selbst eingescannt, ein digitales Foto erstellt und Fingerabdrücke genommen.

Allerdings: Wegen der Anmeldeprozedur und der dafür anfallenden Gebühren in Höhe von 100 US-Dollar lohnt sich die Teilnahme in der Regel nur für Vielreisende, die häufig in die USA fliegen. "Global Entry" gilt derzeit für fünf Jahre.

Auch bei der Teilnahme an "Global Entry" ist zur Einreise in die USA jedoch weiterhin eine ESTA-Einreiseerlaubnis notwendig, da "Global Entry" ausschließlich dazu dient, die bisher umständliche Einreiseprozedur entscheidend zu beschleunigen.

Für vertrauenswürdige Reisende

Die deutsche Botschaft erklärt die Einreise so: Mit "Global Entry" bieten die USA ein Registrierungsprogramm für vertrauenswürdige Reisende an, die nach vorheriger Sicherheitsüberprüfung und anschließender Zulassung zum Programm von einer vereinfachten und schnelleren Einreisekontrolle profitieren können.

Um Bundesbürgern die Teilnahme an "Global Entry" zu ermöglichen, gibt es eine Verknüpfung zum deutschen Programm für registrierte Reisende "ABG" (Automatisierte biometriegestützte Grenzkontrolle). Deutsche Staatsangehörige können sich also beim kostenlosen Programm "ABG" registrieren und anschließend die Aufnahme für "Global Entry" beantragen.

Noch in Testphase

Diese Kooperation befindet sich derzeit in der Erprobungsphase. Die Fachzeitschrift "Travel Talk" erklärt die Schritte so: "Am Flughafen Frankfurt im Terminal 1, Halle A, zur Bundespolizei gehen und mit dem Reisepass ABG Plus beantragen, eine Art Vorstufe zu "Global Entry". Das geht schnell und ohne Terminabsprache. Hier erhält man einen Internet-Code für Global Entry."

Soll heißen: Den Code auf www.globalentry.gov ("Online Application") eingeben und erforderliche persönliche Angaben machen. Die Gebühr von 100 US-Dollar überweisen. Einen Interview-Termin bei einem der sogenannten Enrollment Center bei Ankunft in den USA am Flughafen absolvieren. Dort erhält man eine offizielle Bestätigung als Sticker in den Pass geklebt sowie eine Bestätigung per E-Mail, dass man ein vertrauenswürdiger Reisender ist: Welcome to the United States.

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