11.12.12

Iran und Nordkorea

First Class und Vollpension auf der Achse des Bösen

Sie möchten den Iran und Nordkorea einmal als Tourist besuchen? Dann gibt es nun ein neues Angebot für Sie: Ein Berliner Reiseveranstalter bietet eine Tour "Unterwegs auf der Achse des Bösen" an.

Foto: EPA

Seit rund sechs Jahrzehnten, seit dem 1953 nur mit einem Waffenstillstand beendeten Koreakrieg, stehen sich Südkorea und der kommunistische Norden unversöhnlich gegenüber.

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Die Welt hat George W. Bush einiges zu verdanken: Neben dem Irak-Krieg zum Beispiel das Internierungslager Guantánamo, eine Rede, in der er seinen Glauben "an die friedliche Koexistenz von Menschen und Fischen" offenbarte, aber auch ein weltbekanntes, 2002 geprägtes politisches Schlagwort: die "Achse des Bösen", womit der damalige US-Präsident Iran, Irak und Nordkorea meinte.

Den Irak haben die Amerikaner kurz darauf – mit ihrer Armee – selbst besucht und damit von der Achse des Bösen getilgt, nicht aber den Iran und Nordkorea.

Unterwegs auf der Achse des Bösen

Wer die beiden verbliebenen Achsenländer besuchen möchte (als Tourist, nicht als Soldat), kann neuerdings auf ein skurriles Angebot zurückgreifen: Der Berliner Reiseveranstalter Geoplan bietet eine 15-tägige Privatreise "Unterwegs auf der Achse des Bösen" ab 4890 Euro an.

Auf dem Programm stehen unter anderem Teheran (alter Schah-Palast), Pjöngjang (Kim-il-sung-Platz) und ein Abstecher zur Grenze zwischen Nord- und Südkorea, wo Kommunismus und Kapitalismus waffenklirrend aufeinanderstoßen.

Übernachtet wird überwiegend in First-Class-Hotels, von denen es in beiden Diktaturen erstaunlich viele gibt. In Nordkorea, für seine Hungersnöte bekannt, wird vorsichtshalber Vollpension geboten.

Keine Nonstop-Flüge

Die Reiseroute ist etwas umständlich: Da die Achse des Bösen nicht durch Nonstop-Flüge miteinander verbunden ist, müssen Reisende von Teheran aus zuerst nach Abu Dhabi fliegen, von dort weiter nach Peking, von wo es schließlich nach Pjöngjang geht.

Schneller würde es mit nordkoreanischen Raketen gehen, doch die sind bisher für den Passagierverkehr nicht freigegeben.

Quelle: SK
Foto: X00306

Schon von weitem ist das „Ryugyong Hotel“, das selbst die Wolkenkratzer in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang deutlich überragt, nicht zu übersehen.

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