08.12.12

Israel

"Reisen ins Heilige Land sind problemlos möglich"

22 Grad und Sonnenschein: Wer dem Winter mit einem Urlaub in Israel entfliehen möchte, kann das laut Veranstalter auch guten Gewissens tun. Die Sicherheitslage im Land ließe das derzeit zu.

Von Anna Warnholtz
Foto: picture-alliance / epd

Reisen nach Israel können nach Meinung namhafter Veranstalter zurzeit problemlos durchgeführt werden
Reisen nach Israel können nach Meinung namhafter Veranstalter zurzeit problemlos durchgeführt werden

Israel ist kosmopolitisch und traditionell, es hat eine jahrtausendealte Geschichte und lange Sandstrände: Die schwierige politische Lage hält viele Besucher allerdings davon ab, Israel zu bereisen. Zu Unrecht, finden namhafte Reiseveranstalter.

"Nach der vereinbarten Waffenruhe am 21. November zwischen Israelis und Palästinensern sind Reisen ins Heilige Land problemlos möglich", sagt Georg Röwekamp, Geschäftsführer von Biblische Reisen (www.biblische-reisen.de).

Routen weitab von der Krisenregion

Das Unternehmen sagte weder die aktuelle Adventsreise noch die Studienreise "Auf den Spuren Jesu" mit Stationen unter anderem in Jerusalem und Betlehem zum Jahreswechsel ab. Es bestehe ein kontinuierlicher Kontakt zu den Partnern vor Ort. "Die Menschen im Heiligen Land benötigen gerade jetzt unsere Solidarität", sagt Röwekamp.

Die Routen der klassischen Rundreisen führten meist gar nicht in den Süden Israels, der vom Raketenbeschuss aus Gaza am stärksten betroffenen Region. Sollte sich die aktuelle Lage ändern, oder der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufflammen, würde man aber darauf reagieren, ergänzt Röwekamp.

Öffentliche Busse vorsichtshalber meiden

Studiosus (www.studiosus.de) sieht das ähnlich: "Aufgrund der aktuellen Beruhigung der Lage gehen wir davon aus, dass wir alle im Dezember geplanten Israelreisen programmgemäß durchführen können. Dabei vermeiden wir aber weiterhin wegen der nach wie vor bestehenden allgemeinen Anschlagsgefahr in ganz Israel die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Wir haben zudem all unsere Reisen so geplant, dass wir auf Besuche der Altstadt von Jerusalem an Freitagen sowie an hohen islamischen und jüdischen Feiertagen verzichten, da es hier immer wieder – unabhängig von den jüngsten Auseinandersetzungen im Gazastreifen – zu gewalttätigen Protesten kommen kann", sagt Studiosus-Sprecher Frano Ilic.

Reiseprogramm nach Plan

Auch die Rundreisen von Dertour (www.dertour.de) und Meier's Weltreisen (www.meiers-weltreisen.de) können nach Unternehmensangaben zurzeit problemlos durchgeführt werden. Sprecherin Inga Schwer: "Wir haben unsere Gäste aktiv über den Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes informiert. Derzeit gibt es keine Einschränkungen bei den Rundreisen. Gäste, die dennoch stornieren oder umbuchen möchten, können dies bei Dertour und Meier's Weltreisen bis zum Abreisetermin am 31. Dezember kostenlos tun." Einen Rechtsanspruch auf kostenloses Storno haben Israel-Urlauber aber derzeit nicht.

Das Auswärtige Amt hatte seinen Sicherheitshinweis für Israel und den Gazastreifen am 27. November entschärft, von nicht notwendigen Reisen in den Süden Israels (südlich des Großraums Tel Aviv) wurde zuvor abgeraten.

Nun heißt es auf derWebseite: "Bis auf weiteres sollten Reisende größere Menschenansammlungen in Israel meiden. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern … Bei Besuchen der Westbank und in Ost-Jerusalem wird zu erhöhter Vorsicht geraten … Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt." Weitereaktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Israel sind beim Auswärtigen Amt abrufbar.

Quelle: epd
Foto: dpa

Die Mauer, die die palästinensisch verwaltete Stadt Bethlehem vom israelischen Jerusalem trennt, ist mit Graffiti besprüht.

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