Reiserücktritt

Bevorstehender Tod eines nahen Angehörigen ist nicht versichert

Reiserücktritt-Versicherungen schauen stets sehr genau hin, wenn Urlauber sie in Anspruch nehmen wollen – besonders dann, wenn es darum geht, Stornokosten erstattet zu bekommen. Das gilt generell auch in tragischen Situationen, zum Beispiel wie dem bevorstehenden Tod der Mutter. Denn nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des ­Versicherers war nur "der Tod" eines nahen Angehörigen versichert. Das bedeutet: Wer deswegen von seiner Reise zurücktritt, dem werden die fälligen Storno­kosten erstattet. Doch nur der "bevorstehende Tod", so hat das Amtsgericht Hamburg entschieden, gilt nicht "als Versicherungsfall". Eine ­"ergänzende" Auslegung der AGB, wonach dies mit eingeschlossen wäre, ist nach Juristen-Ansicht hier "weder zulässig noch geboten" (AG Hamburg, Az.: 17a C 261/16).

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