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01.02.12

St. Moritz

Stinkefinger provoziert in Schweizer Bergidylle

Kunst liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. In den Schweizer Bergen gibt es jetzt eine Skulptur in Form einer eindeutigen Geste, die gemeinhin als Beleidung gilt.

kmu-fotografie.ch

"Huch, was ist das denn?", mag sich der eine oder andere Besucher des Oberengadins fragen, der...

8 Bilder

"Als Stinkefinger bezeichnet man eine obszöne Geste mit der Hand, bei der die geballte Faust mit ausgestrecktem Mittelfinger einem Individuum oder einer Gruppe entgegengestreckt wird. Sie kann als Beleidigung gemeint sein und/oder als solche aufgefasst werden." Das schreibt Wikipedia über den ausgestreckten Mittelfinger, der schon vielerorts zum Einsatz kam und Unruhe stiftete.

Der bekannteste Stinkefinger im Sport stammt von Ex-Fußball-Profi Stefan Effenberg, der hatte bei der WM 1994 den deutschen Fans den Stinkefinger gezeigt und war dafür aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden.

Der wohl ungewöhnlichste Ort, der obszönen Geste zu begegnen, ist die heile Schweizer Bergwelt. Auf dem Berg Muottas Muragl im Oberengadin in Samedan bei St. Moritz thront jetzt eine überdimensionale Frauenhand mit deutlich ausgestrecktem Mittelfinger.

Ein Kunstwerk, verkünden die Tourismusverantwortlichen nicht ohne stolz. Per Helikopter wurde die 2,3 Meter hohe anthrazitfarbene Skulptur, eine Plastik des Basler Künstlers Nikolai Winter, in die Alpen geflogen.

Winter zu seinem "Stinkefinger": "Auf sexy, provokative aber elegante Art, ja fast Jet-Set verkörpernd, überschaut der Doigt d’honneur jetzt den Nobelskiort St. Moritz." Aha. Für alle die es nicht wissen, Doigt d’honneur heißt Stinkefinger auf Französisch.

Der Stinkefinger ist bereits das vierte Kunstwerk auf dem 2400 Meter hohen Muottas Muragl nahe des gleichnamigen Hotels , allerdings das einzige mit derart starker Aussagekraft.

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