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23.02.10

Erderwärmung

Diese Orte könnten schon bald verschwunden sein

Es sind Bilder wie aus dem Paradies – und genau das ist die Absicht. Denn ein neuer Bildband zeigt "100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten". Das Buch will zeigen, dass wir selbst es sind, die diese Paradiese zerstören. Es geht um Klimawandel, Erderwärmung, Bedrohung und Ausrottung.

knesebeck verlag

"100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten" lautet der Titel eines neuen Bildbandes (Erscheinungstermin: 1.3.2010, Knesebeck Verlag, 290 Seiten, 39,95 Euro). Ort, die infolge der Erderwärung bedroht sind.

21 Bilder

Der Titel des Buches klingt dramatisch: "100 einzigartige Orte, die schon bald verschwinden könnten". Und tatsächlich sieht man Bilder von einmaliger Schönheit: von dem Schärenmeer vor Turku bis zu nebelverhangenen Regenwäldern auf Hawaii; wir sehen hier einen Mann vom Stamm der Moken, der in der Andamanensee mit einer Wasserschildkröte taucht und dort, wie Mitglieder der San, der namibischen Ureinwohner, mit ihren Giftpfeilen in der Kalahari sitzen.

Es sind Bilder wie aus dem Paradies – und genau das ist die Absicht. Denn das Buch, das am 1. März erscheint, will zeigen, dass wir selbst es sind, die diese Paradiese zerstören. Das klingt zwar zunächst wie ein weiterer gutgemeinter Versuch, mit dramatischen Aufnahmen an unser Gewissen zu appellieren, doch der Ansatz ist ein anderer.

Der sehr gut gegliederte Band macht zum einen an sehr unterschiedlichen Orten die sehr unterschiedlichen Folgen des Klimawandels deutlich: die Bandbreite reicht dabei von Bränden am ausgetrockneten Fuße des Kilimandscharo bis zu indischen Baumwoll- und Salzbauern, die nach Monsunregen ihre Existenz verlieren.

Zum anderen wird klar, dass eine Katastrophe mehrere Auswirkungen hat. Beispiel Jangtse: Schmelzen Tibets Gletscher, die Chinas Lebensader speisen, weiter, haben nicht nur Shanghai und Nanking weniger Trinkwasser, sondern sinken auch die Reiserträge – mit schlimmen Folgen für China und die Welt.

Diverse Begleittexte flankieren die 100 Beschreibungen – so bietet der Vorsitzende der Hilfsorganisation Care Lösungsmöglichkeiten an. Eine erste könnte dabei sein, dieses Buch zu kaufen: Es sensibilisiert für ein komplexes Thema und ist bei allem thematischen Ernst doch ein Lese-Vergnügen.

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