Versicherungsschutz
Pistenunfälle können schnell ein Vermögen kosten
Sonntag, 23. Januar 2011 16:32 - Von Berrit GräberMillionen Deutsche werden auch in diesem Winter wieder auf Brettern oder Kufen über Schnee und Eis flitzen. Eines sollten sie dabei aber nicht vergessen: Ohne Versicherungsschutz kann ein Unfall zum ernsthaften Finanzproblem werden. Morgenpost Online verrät, welche Policen wichtig sind.

Die wichtigste aller Policen sollten alle Wintersportler in der Tasche haben: die private Haftpflichtversicherung. Mehr als ratsam ist zudem die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder alternativ wenigstens eine private Unfallversicherung, wie Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg betont. Auch der Nachwuchs gehört gut abgesichert auf Schnee und Eis. Optimal ist die Kinderinvaliditätspolice, die Unfall- wie auch Krankheitsfolgen abdeckt. Geht es zum Wintersport über die Grenze, ist die Auslandskrankenversicherung ein Muss.
„Wer diese Policen übers ganze Jahr abgeschlossen hat, ist auch für Wintersport-Risiken vernünftig abgesichert“, betont Grieble. Die eigene Gesundheit gehört immer besser versichert als Sachen wie Skigerät.
Wer viel Geld für den Skiurlaub ausgibt, sollte beim Versicherungsschutz nicht knausern, rät Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV). Zumal die entscheidenden Policen nicht teuer sein müssten.
Die Privathaftpflicht beispielsweise ist ab 100 Euro im Jahr zu haben. Sie gilt als wichtigste Versicherung überhaupt, auch abseits der Pisten. Denn jeder haftet für Schäden, die er selbst verursacht hat – schlimmstenfalls mit seinem ganzen Vermögen. Trotzdem hat fast jeder dritte Deutsche keine Haftpflichtversicherung in der Tasche.
Für den Wintersport bedeutet das: Ist ein nicht versicherter Skifahrer, Snowboarder oder Eisläufer am Zusammenstoß mit einem anderen schuld, muss er aus der eigenen Tasche für die Unfallfolgen aufkommen – für ärztliche Behandlungen, Schmerzensgeld, Schadenersatz. Umgekehrt gilt aber auch: Wer von einem Nichtversicherten über den Haufen gefahren wird, braucht häufig einen langen Atem, finanzielle Ansprüche geltend zu machen, wie Kay Rodegra erläutert, Reiserechtler und Lehrbeauftragter der Universität Trier. Bei unverschuldeten Unfällen helfe auch eine Rechtschutzversicherung meist nicht viel dabei, an Geld zu kommen, so die Erfahrungen Griebles.
Kann ein verunglückter Wintersportler nicht mehr seinem Beruf nachgehen, ist die Berufsunfähigkeitspolice entscheidend. Sie deckt das Risiko der Invalidität ab und ist deshalb nicht billig. Eine gute Police kostet im Schnitt etwa 1500 Euro Jahresprämie.
Scheint eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer, sollten Brettfans aber eine Unfallpolice haben. Sie ist ab gut zehn Euro im Monat zu haben. Enthalten sind oft auch Bergungskosten bis zu einer Höhe von 5000 Euro. Aber: Wer nach zu viel Alkohol auf Piste oder Loipe verunglückt, verliert den Versicherungsschutz. Für die Kleinen ist eine Kinderinvaliditätspolice sinnvoll, sie deckt die Folgen von Krankheiten und Unfällen gleichermaßen ab und kostet zwischen 300 und 500 Euro im Jahr.
Für Skifahrer, die etwa nach Österreich, Kanada oder in die Schweiz fahren, ist die Auslandsreisekrankenversicherung unverzichtbar. Sonst sitzen sie im Notfall schnell auf vielen Tausend Euro für medizinische Behandlung und Rücktransport. Die Absicherung ist günstig. Sie kostet ab sechs Euro pro Jahr für Singles und 20 Euro jährlich für Familien. Neben Behandlungskosten oder Rücktransport ist oft auch die Bergung nach dem Pistenunfall abgedeckt.
Erschienen am 14.12.2009








Versicherungen
Gesundheitstests
Hotelsuche
Abo
Stadtplan
epaper
Archivsuche
Zeitung Heute
RSS
Newsticker
Video
TV-Programm
Events
Kino
Wetter
Gehaltsrechner
Börse
Branchenbuch
Kredit und Zinsen
Europa
Krankenkassen
Hilfe
Handelsregister
Leserbrief
Kontakt
Mobilportal
iPhone-/iPad-Apps
Heizölvergleich