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Studie

Fahrradurlaub wird in Deutschland immer beliebter

Naturnah und gesundheitsorientiert: Urlaub mit dem Rad wird für Deutsche zunehmend attraktiver. Doch was ist Radurlaubern wichtig, wo und wie fahren sie am liebsten? Eine neue Studie des Deutschen Tourismusverbandes zeigt Trends und Potenziale eines Wirtschaftsfaktors, der an Bedeutung immer mehr zunimmt.

Oder-Neiße-Radweg
Foto: pa/ZB
Touren durch Flusslandschaften, hier entlang des Oder-Neiße-Radwegs an der deutsch-polnischen Grenze, sind bei Fahrradtouristen besonders beliebt

Eine schöne Landschaft und ein gutes Angebot an Radwegen – das ist für die meisten Radler ausschlaggebend bei der Planung ihres Fahrradurlaubs. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Grundlagenuntersuchung des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt wurde.

Geradelt wird am liebsten entlang von Flüssen. Diese Landschaftsform wird mit Abstand am meisten bevorzugt (61 Prozent): Denn hier gibt es kaum Steigungen, die Landschaft ist abwechslungsreich, die Strömung, sofern man natürlich flussabwärts radelt, zieht den Radler sozusagen mit – und man kann sich nicht wirklich verfahren. Darauf folgen Seen- und Küstenlandschaften mit jeweils 28 Prozent.

Pro Jahr können in Deutschland 22 Millionen Übernachtungen Fahrradtouristen zugeordnet werden, 37,8 Millionen sind es mit den Übernachtungsgästen, die in ihrem Urlaub öfter geradelt sind, und sogar 79,9 Millionen Übernachtungen, wenn man die Urlauber einbezieht, die sich wenigstens einmal in den Sattel geschwungen haben.

„Der Fahrradtourismus ist heute schon mit Bruttoumsätzen von jährlich mehr als neun Milliarden Euro eines der zentralen Nachfragesegmente im Deutschlandtourismus“, sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Und die Beliebtheit des Fahrradtourismus in Deutschland nimmt immer weiter zu, auch weil der Trend zu naturnahen und gesundheitsorientierten Erlebnissen im Urlaub weiter anhält.“ Zudem profitiert der Fahrradtourismus auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten von seiner individuellen Gestaltungsform: Fahrradtourismus ist besonders attraktiv, weil er je nach kleinem oder großen Geldbeutel gestaltet werden kann.

Die meisten Radurlauber kommen der Studie zufolge übrigens aus Nordrhein-Westfalen (25 Prozent), gefolgt von Bayern (11) und Niedersachsen (10 Prozent). Schlusslicht ist Bremen mit gerade einmal 1 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 45,7 Jahren.ris



Erschienen am 08.09.2009

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