10.04.13

Umfrage

Was Passagiere beim Fliegen am meisten nervt

Kreischende Kinder, teure Tickets, ruckelnde Rückenlehnen – was regt Fluggäste so richtig auf? Eine Umfrage bringt auch an den Tag, was Passagiere bereit wären auszuhalten, um preisgünstig zu fliegen.

Foto: picture alliance/dpa/Francis R. Malasig

Gegen die Langeweile: Um die Aufmerksamkeit seiner Fluggäste für die Sicherheitshinweise zu erlangen, gibt das Kabinenpersonal von Cebu Pacific Airline auch mal eine Tanzeinlage.
Gegen die Langeweile: Um die Aufmerksamkeit seiner Fluggäste für die Sicherheitshinweise zu erlangen, gibt das Kabinenpersonal von Cebu Pacific Airline auch mal eine Tanzeinlage.

TripAdvisor, größte Reise-Community der Welt, wollte herausfinden, was Passagiere am ehesten bei einer Flugreise als störend empfinden – was sie nervt, was sie richtig auf die Palme bringt.

Das Portal hat aber auch nachgeforscht, welche Kompromisse Flugreisende hinsichtlich Komfort- oder Serviceeinbußen bereit sind einzugehen, nur um möglichst preisgünstig zu reisen.

Unter den deutschsprachigen User sind das die nervigsten "Flugbegleitungen": Mit 22 Prozent belegen unkomfortable Sitze den ersten Rang, gefolgt von langen Warteschlangen am Security-Schalter (15 Prozent). Bronze geht an teure Tickets und Airline-Steuern (11 Prozent).

Die nächsten Plätze belegen mehrfache Sicherheitskontrollen (11 Prozent), unvorhersehbare Verspätungen (10 Prozent) sowie Mitreisende (9 Prozent).

Auf engem Raum mit anderen

Lange Gespräche an Bord sind offenbar nicht gefragt. Nur knapp neun Prozent stufen sich selbst als gesellig gegenüber ihren Sitznachbarn ein, während 70 Prozent etwas Smalltalk machen und sich 22 Prozent als eher verschlossen einstufen.

Was genau müssen Passagiere tun, um ein wahrer Dorn im Auge der anderen an Bord zu werden? Nun, das ständige Verstellen der Rückenlehne durch den Vordermann bringt immerhin knapp jeden fünften Befragten (19 Prozent) auf die Palme.

17 Prozent geben an, dass Eltern, die ihren Nachwuchs nicht unter Kontrolle haben, ein No-Go im Flieger darstellen; von Kindern, die ständig gegen die Rückenlehne treten, fühlen sich 13 Prozent gestört.

Kinderfreie Flüge?

Von den Top-Drei-Fauxpas anderer Reisender stehen zwei in Zusammenhang mit Kindern. Heißt das nun, dass Reisende für kinderfreie Flüge mehr zahlen würden?

"Nein" sagen zwei Drittel (67 Prozent) der befragten TripAdvisor-User.

Etwas mehr zahlen würden 17 Prozent, deutlich tiefer in die Tasche greifen würden nur knapp drei Prozent.

Der Preis entscheidet, was auszuhalten ist

Einige der Befragten würden auch auf bestimmte "Zuckerl" an Bord verzichten, beziehungsweise Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, wenn sie dadurch Flugkosten reduzieren könnten.

Generell würden 48 Prozent auf einem unkomfortableren Sitz Platz nehmen, 41 Prozent einen Zwischenstopp über Nacht einplanen oder Münz-Toiletten benutzen (40 Prozent).

Unterscheidet man zwischen Langstrecke und Kurzstrecke, würden bei längeren Flügen 53 Prozent auf alkoholische Getränke, 51 Prozent auf Zeitungen und 43 Prozent auf Kopfhörer verzichten.

Bei der Kurzstrecke sind es Zeitungen (73 Prozent), anti-alkoholische Getränke (49 Prozent) und Spucktüten (43 Prozent), die am Boden bleiben könnten.

Doch der Preis ist nicht alles

Auch wenn für 57 Prozent der Befragten die Ticketkosten der ausschlaggebende Faktor bei der Buchungsentscheidung sind und auch wenn einiges in Kauf genommen würde, um den Preis zu drücken, gibt es Grenzen.

Haben Reisende nämlich schlechte Erfahrungen mit einer Fluggesellschaft gemacht, würden sie diese nicht mehr buchen, selbst für den Fall, dass sie das günstigste Angebot macht (77 Prozent).

Übrigens – auf den Piloten würden lediglich/immerhin knapp zwei Prozent verzichten, um Geld zu sparen.

Quelle: heg
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Umfrage Was nervt Sie bei einer Flugreise am meisten?

  • 25%

    Wenn man für Sitze/Speisen/Getränke/Gepäck extra bezahlen muss

  • 42%

    Unerzogene, kreischende, weinende, quengelnde Kinder

  • 33%

    Wenn der Vordermann seine Rückenlehne verstellt

Abgegebene Stimmen: 943
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