04.03.13

Urlaub

Deutschland als Reiseziel beliebt wie nie

In Deutschland übernachten mehr Touristen als in Spanien oder Italien. Vor allem, weil die Bundesbürger gern im eigenen Land verreisen. Neues Wachstum soll nun vor allem aus dem Ausland kommen.

Foto: dpa

Flaggen am Eingang zur Internationalen Tourismusbörse (ITB), die derzeit in Berlin stattfindet
Flaggen am Eingang zur Internationalen Tourismusbörse (ITB), die ab Mittwoch in Berlin stattfindet

Der deutsche Tourismus eilt von Rekord zu Rekord, aber die Umsätze vieler Betriebe stagnieren. "Wir sind seit einem oder eineinhalb Jahren nur bei der Schwarzen Null", sagte Tourismusfachmann Mathias Feige.

Denn viele Gäste setzten auf preisgünstige Ferienzentren, Hostels, Jugendherbergen und Campingplätze. "Wir sehen aber langsam Licht am Ende des Tunnels", sagte Feige bei der Vorstellung der Jahresprognose des Deutschen Tourismusverbands. Für Zuversicht sorgte dort die wachsende Zahl zahlungskräftiger Besucher aus den Golf-Staaten und aus Russland.

Nach der Rekordzahl von 407 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr erwartet der Verband in diesem Jahr ein weiteres Plus um zwei Prozent. "Wir gehen davon aus, dass der Städte- und Kulturtourismus die Dynamik weiter anführen wird", sagte Verbandspräsident Reinhard Meyer.

Der Trend zu spontanen Kurzreisen halte an. Ein Plus von 3,6 Prozent wie im Vorjahr sei nicht zu erwarten, weil schon ein recht hohes Niveau erreicht sei. 2012 hatte mit einem Zuwachs von 8,1 Prozent vor allem die Auslandsnachfrage zugelegt.

Deutsche wollen umweltschonend reisen

Der Verband, der Tourismusverbände der Länder, Regionen und Gemeinden vertritt, hat zwei Trends ausgemacht. Zum einen wünschten sich mittlerweile 40 Prozent der Deutschen und damit 9 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr einen möglichst ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Urlaub, wie die Reiseanalyse 2013 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ergeben habe.

Zum anderen seien ältere Menschen immer aktiver, weshalb für sie im Urlaub Hemmnisse – von fehlenden Fahrstühlen bis zu kleinbedruckten Speisekarten – abgebaut werden müssten.

Meyer forderte, dass Bund, Länder und Gemeinden mehr in Straßen und Schienen investieren. Bettensteuern, die in den allgemeinen Haushalt fließen, lehnte der Verband hingegen ab. Wenn, dann müssten Tourismusabgaben von allen Beteiligten erbracht werden und nur dem Tourismus zugutekommen.

Quelle: dpa/cat
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    Der Automobilclub ADAC befragt in jedem Jahr seine Mitglieder nach ihren Reiseplänen. Im Vorfeld der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin (6.–10. März) präsentierte ADAC-Präsident Peter Meyer beim Tourismusgipfel der „Welt am Sonntag“ erste Ergebnisse: Demnach wollen die Deutschen 2013 häufiger als im Vorjahr verreisen und auch mehr Geld ausgeben. Fast 4000 Euro kostet eine Fernreise im Durchschnitt. Das beliebteste Fernreiseziel sind die Vereinigten Staaten.

    In Europa liegen Spanien und Italien vorn in der Gunst der Reisenden. Am liebsten verbringen die Deutschen ihren Sommerurlaub aber immer noch im eigenen Land. Fast 38 Prozent der Befragten mit Kindern wollen an die See, in den Bergen wandern oder Rad fahren. Rund 26 Prozent der Befragten planen in diesem Jahr noch eine weitere Reise. Mehr als 60 Prozent haben sich vorgenommen, nach dem Haupturlaub noch einmal bis zu sieben Tage am Stück zu verreisen. Und über die Hälfte der befragten ADAC-Mitglieder wollen auch in diesem Jahr wieder mit dem Auto in den Urlaub fahren.

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