26.02.2013, 10:50

Reiserecht Entschädigung auch bei verspäteten Anschlussflügen

Eine Frau verpasste wegen eines verspäteten Fluges ihre Anschlussflüge. Die Airline wollte keinen Ausgleich zahlen – mit einer Begründung, die laut Europäischem Gerichtshof unrechtmäßig ist.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Reisenden nun auch bei verspäteten Anschlussflügen gestärkt. Für den Anspruch einer Ausgleichszahlung von bis zu 600 Euro ist die Verspätung am Endziel maßgeblich und nicht die Verspätung zum Zeitpunkt des Abflugs, wie der EuGH entschied. (Az: C-11/11)

Im aktuellen Fall siegte damit eine deutsche Reisende. Sie hatte mit Air France einen Flug von Bremen über Paris und Brasilien nach Paraguay gebucht. Da der Flug in Bremen mit einer zweieinhalbstündigen Verspätung startete, verpasste die Frau ihre beiden Anschlussflüge und kam in Paraguay mit einer über elfstündigen Verspätung an.

Air France hatte die Ausgleichszahlung mit der Begründung verweigert, entscheidend sei die Verspätung beim Abflug und nicht bei der Ankunft.

(AFP/nics)
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