21.02.13

Zum Abgewöhnen

Wenn das Hotelzimmer beim Gast nur Ekel hervorruft

Voller Vorfreude betritt der Urlauber das Hotelzimmer. Doch dort lauert womöglich schon die eine oder andere böse Überraschung. Die Ekel-Liste der zehn häufigsten Mängel in Unterkünften ist kein Spaß.

Foto: HolidayCheck.de

Ärger auf dem Hotelzimmer: Nicht gerade vorbildlich repariert und damit auch nicht ganz ungefährlich sind manchmal Stromkabel, ...

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Eine Baustelle auf dem Hotelgelände, hellhörige Wände, unaufmerksamer Service, lauwarmes Essen, schmutzige Gläser, Meerblick nur mit Fernglas, kein Wasser im Pool: Gründe, die einem so richtig die Freude am Hotelaufenthalt verhageln, gibt es mehr als genug. Und immer wieder beschäftigt solcher Reise-Ärger Anwälte und Gerichte.

Drei Viertel aller Deutschen haben schon einmal über ihre Unterkunft im Urlaub beklagt, meistens allerdings zu spät, nach der Abreise. Bewertungsportale und Reiseforen sind voll mit erschreckenden Beschreibungen derber Mängel. Und der Frust der Urlauber ist immer dann besonders stark, wenn die Vorfreude auf das Urlaubshotel groß war – und man schon beim ersten Blick ins Zimmer ahnt, dass die Hotelbuchung sich als glatter Fehlgriff entpuppen könnte.

Staub, Spinnweben oder etwas Sand von den Badelatschen des Vorgängers sind dabei noch die geringsten Probleme. Dass mancher Urlauber es deutlich schlimmer treffen kann, zeigt die Zusammenstellung von HolidayCheck. Das Meinungsportal für Reise und Urlaub hat die zehn häufigsten Mängel in Hotelzimmern aufgelistet.

Schimmel

Der Klassiker: Schimmel an Wänden und zwischen Badfugen. Dabei müssen die Pilzsporen nicht unbedingt mit mangelnder Hygiene zu tun haben. Hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung sind der perfekte Nährboden. Daher kommen Schimmelpilze häufig in südlichen Ländern vor. Im Hotelzimmer will die Krankheitserreger dennoch keiner haben – egal wo.

Blutflecken

Da vergeht gleich jegliche Lust am Schlafen. Blutflecken vom Vor- oder Vorvorgänger verteilen sich über die gesamte Matratze. Völlig verständlich, dass Urlauber sofort umkehren und nach einem neuen Zimmer verlangen. Wenn sich zu Blut- auch noch Urin- oder Sonstwasflecken im Bett wiederfinden, sollte man am besten gleich ganz das Hotel wechseln.

Verschmutzte Sanitäranlagen

Pfui Spinne! Verdreckte Toiletten können der reinste Horror sein. Wer dann (s)ein dringendes Bedürfnis verspürt, überlegt es sich beim Anblick eines einfach nur widerlich hinterlassenen WCs garantiert anders. HolidayCheck-Urlauber berichten außerdem von herumliegenden Haaren. Wie man sich fast schon denken kann, sahen die anderen sanitären Anlagen im selben Hotel nicht wirklich besser aus.

Kakerlaken

Zimmergenosse schön und gut – wenn dieser aber zwei Fühler und sechs Beine hat, darf man schon mal unruhig werden. Schaben hinterlassen bei vielen ein Gefühl von Ekel und können unter Umständen Krankheiten übertragen. Unheimlich ist auch die flinke Art, mit der Kakerlaken durchs Hotelzimmer krabbeln, um sich in der nächstbesten Ritze zu verstecken.

Lebensgefährliche Stromkabel

Der Tod lauert: "Spannung im Urlaub erleben" ist hier eher zweideutig gemeint. Bei offenen, herunterhängenden oder aufgerissenen Kabeln herrscht Lebensgefahr. Da bringt es auch nicht viel, wenn das Hotelpersonal versucht, die defekten Kabel mit einfachem Klebeband und etwas Glück wieder funktionsfähig zu machen. Dann lieber gleich: Hände weg!

Bettwanzen

Auch wenn die kleinen Biester nur wenige Millimeter groß sind, können sie doch zu einem riesen Ärgernis werden. Bettwanzen ernähren sich weitestgehend vom Blut des Menschen. Tagsüber halten sie sich in trockenen, spaltenförmigen Verstecken auf und nachts schlagen sie zu: Ihr Speichel ruft bei den meisten Menschen sehr starken Juckreiz hervor.

Zerbrochene Fliesen

Hier hört der Spaß auf: Zersplitterte, kaputte oder angebrochene Fliesen sind nicht nur optischer Mangel. Wer an den spitzen Platten hängenbleibt, kann sich ernsthafte Verletzungen zuziehen. Den nötigen Tetanus-Schutz hat man hoffentlich vor dem Urlaub aufgefrischt, sonst geht es womöglich mit einem etwas anderen Urlaubssouvenir nach Hause.

Europalette statt Lattenrost

Wo sonst ein solider Lattenrost die Matratze an ihrem Platz hält und für bequemen Schlaf sorgt, liegt in manchen Hotelzimmern ersatzweise gerne mal die klassische Europalette. Im Transportwesen sorgt sie für einheitlichen Warenversand, wird aber hier wohl an die Ware Mensch angepasst. Man kann sich zusammenreimen, wie der Rest des Zimmers aussehen mag.

Kaputte Steckdosen

Ein falscher Handgriff, und schon bekommt man "einen gewischt". Kann zwar immer mal passieren, in einigen Hotels geht man mit kaputten Steckdosen allerdings sehr fahrlässig um. Zwei kleine Schrauben würden ein mittleres Wunder bewirken, stattdessen verzichten einige Hoteliers auf kleinere Reparaturen – und gefährden so mutwillig die Gesundheit des Gastes.

Defektes TV-Gerät

Nach sonnigem Strandtag die Beine im Hotelzimmer hochlegen und gemütlich eine Runde fernsehen? Das klappt nicht immer! Manch ein Fernseher funktioniert nur nach Münzwurf, bei anderen müssen sich Urlauber die Fernbedienung gegen Gebühren an der Rezeption ausleihen, und manche TV-Geräte verweigert einfach gänzlich den Dienst. Ganz schön nervig!

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Quelle: heg
Foto: Getty Images

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