16.01.2013, 05:38

Studie Chinesen lösen Deutsche als Reiseweltmeister ab

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Foto: pa/dpa

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Touristen aus Deutschland haben 2012 so viel wie nie zuvor im Ausland ausgegeben, sind aber dennoch von China als Reiseweltmeister überholt worden. Deutschland liegt nur noch auf dem dritten Platz.

Deutschland verliert eine liebgewonnene Auszeichnung: Vergangenes Jahr gaben Chinesen einer Studie zufolge erstmals mehr für Reisen aus als die Bundesbürger. "Der Titel des Reiseweltmeisters, der jahrelang fest in deutscher Hand war, ging 2012 an China", sagte Commerzbank-Volkswirtin Jutta Kayser-Tilosen bei der Vorstellung einer Urlaubsstudie am Dienstag.

Reisende aus dem Reich der Mitte hätten mit schätzungsweise 90 Milliarden Dollar ein Viertel mehr ausgegeben als ein Jahr zuvor. Da hätten die Deutschen, deren Reisebudgets im vergangenen Jahr insgesamt um 3,5 Prozent auf den Rekordwert von 82 Milliarden Dollar stiegen, nicht mehr mithalten können.

Chinas wachsender Wohlstand dürfte dazu führen, dass die Ausgaben für Auslandsreisen weiter zunehmen. "Das wird dem Land die Spitzenposition sichern", sagte Kayser-Tilosen. Aufgrund des schwachen Euro-Kurses wurde Deutschland auch von den USA überholt und fiel bei den Ausgaben für Auslandsreisen 2012 auf den auf den dritten Platz zurück.

Die Aussichten der deutschen Reisebranche für dieses Jahr sind der Studie zufolge trotz der Euro-Schuldenkrise rosig. Steigende Einkommen der Haushalte und gute Gewinne der Unternehmen sollten 2013 für mehr Privat- und Geschäftsreisen sorgen, hieß es. Die Ausgaben der Bundesbürger für Auslandsreisen dürften um vier Prozent steigen.

(Reuters/tma)
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