09.11.12

Sicherheitsgurte

Ryanair will Anschnallpflicht im Flieger abschaffen

Der Chef von Europas größter Billigfluggesellschaft, Michael O' Leary findet das Anschnallen an Bord völlig überflüssig. Die Gurte würden im tatsächlichen Notfall eh niemanden wirklich retten können.

Foto: www.jupiterimages.com

Ryanair-Chef Michael O’Leary würde die Sitzgurte an Bord am liebsten abschaffen
Ryanair-Chef Michael O'Leary würde die Sitzgurte an Bord am liebsten abschaffen

Bei jeder Flugreise erfahren Passagiere durch die vorgeschriebene Stewardessen-Verfügung, wie sie den Sicherheitsgurt richtig anlegen und schließen. Ryanair-Chef Michael O'Leary findet Anschnallen an Bord neuerdings völlig überflüssig. Die Gurte würden nichts zur Sicherheit der Fluggäste beitragen, bei einem Flugzeugunfall niemanden retten. Das meldet die britische Zeitung "The Telegraph".

Außerdem sollten Fluggäste im Flieger, ähnlich wie im Bus, stehen dürfen, findet O'Leary. Schließlich sei ein Flugzeug auch nur "ein Bus mit Flügeln".

Stehabteil an Bord

Genaue Vorstellungen, wie das Fliegen im Stehen aussehen könnte, hat er schon länger: Dafür will er die letzten zehn Sitzreihen entfernen und an deren Stelle ein Stehabteil einbauen – um mehr Passagiere transportieren zu können. Bei der Landung könnten sich die Passagiere an dafür vorgesehenen Haltegriffen festhalten.

Eine Genehmigung für Testflüge hat die irische Billigfluggesellschaft aber noch nicht bekommen. Deshalb beschimpft O'Leary die Verantwortlichen als "plonkers", was so viel bedeutet wie Idiot oder männliches Geschlechtsteil in britischer Umgangssprache.

Vorschriften für Fluggesellschaften

Ob Stehabteile an Bord und eine Aufhebung der Anschnallpflicht jemals von einer Luftfahrtbehörde genehmigt werden, ist unklar. "Die geltenden europäischen Betriebsvorschriften, die für alle Luftfahrtunternehmen in einem Mitgliedsstaat der EU gleichermaßen gelten, sehen vor, dass ein Luftfahrtunternehmer ein Flugzeug nur betreiben darf, wenn dieses ausgerüstet ist mit einem Sitz oder einer Liege für jede Person ab zwei Jahren. Außerdem müssen ein Anschnallgurt an jedem Fluggastsitz und Rückhaltegurte für jede Liege vorhanden sein", sagt Cornelia Cramer, Sprecherin des Luftfahrtbundesamts. Soll heißen: Schlechte Aussichten für die neusten Vorschläge des Ryanair-Chefs.

Michael O'Leary ist bekannt für PR-wirksame provokative Sparpläne. Unter anderem schlug er vor, auf Co-Piloten zu verzichten, eine Gebühr für die WC-Benutzung an Bord einzuführen wie auch eine "Fettsteuer" für übergewichtige Passagiere.

Und seine Stewardessen wollte er auf Diät setzen, um anhand der eingesparten Pfunde die Kerosinkosten zu verringern. Verwirklicht wurde von diesen Sparmaßnahmen bisher keine einzige.

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Karneval der Kulturen der Welt
19.05.13Umzug
Karneval der Kulturen – 700.000 feiern in Kreuzberg

In Berlin-Kreuzberg ist es wieder bunt und voll: Tausende Tänzer, Musiker und andere Akteure inszenieren den Karneval der Kulturen. 75 Gruppen sind bei dem Multikulti-Umzug dabei. mehr...

title
19.05.13Wiederaufstieg
Herthas blau-weißer Feiertag

Hertha BSC beendet die Saison mit einem 1:1-Unentschieden im Berlin-Brandenburg-Derby gegen Energie Cottbus. Mit 76 Zählern stellt das Team von Trainer Jos Luhukay einen neuen Punkterekord auf. mehr...

Sonne in Berlin
19.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Montag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Montag, den 20. Mai. mehr...

VfL Bochum - 1. FC Union Berlin
19.05.13Zweite Liga
Union gelingt mit Auswärtssieg versöhnlicher Saisonabschluss

Mit Tabellenrang sieben und dem ersten Auswärtserfolg nach acht sieglosen Spielen auf fremden Plätzen beendet der 1. FC Union die Zweitliga-Saison. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Straßenfest

Karneval der Kulturen 2013

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote