09.11.2012, 14:20

Reiserecht Bei zu kurzem Bett bekommen Urlauber Geld zurück

Foto: ANP, Infografik Die Welt

Es gibt viele Länder, in denen die Bevölkerung im Durchschnitt kleiner ist als in Deutschland. Dementsprechend kurz sind die Betten in manchen Unterkünften. Das kann laut Gericht ein Reisemangel sein.

Ein Hotelbett, das kürzer als 1,90 Meter ist, stellt einen Reisemangel dar. Urlauber dürfen 25 Prozent des Reisepreises zurückverlangen, die Reise jedoch nicht kündigen, urteilte das Landgericht Hamburg (Az.: 318 S 209/09).

In dem Fall hatten Urlauber eine Reise nach Frankreich gebucht. Ein Mitglied der Gruppe war laut Personalausweis 1,83 Meter groß. Nach eigener Aussage konnte er nur in Embryonenhaltung schlafen. Die Gruppe kündigte deshalb die Reise und verlangte den Reisepreis zurück.

Das Gericht gab den Klägern teilweise Recht. Hotelgäste könnten mindestens eine Matratzenlänge von 1,90 Meter erwarten.

Allerdings seien die Reisenden nicht zur Kündigung berechtigt gewesen. Dieses Recht stehe ihnen nur bei erheblichen Beeinträchtigungen zu, die die Fortsetzung der Reise unmöglich mache. Das sei bei zu kurzen Betten nicht der Fall.

(dpa/nics)
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