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03.06.09

Gletscher-Schutz

Planen sollen Ski-Betrieb auf der Zugspitze retten

Sonne, Regen und Wärme setzen Deutschlands einzigem Gletscher im Sommer stark zu. Deshalb wird auch in diesem Jahr ein Teil des Eismassivs auf der Zugspitze mit Planen abgedeckt, um ein Abschmelzen zu verhindern. Damit soll auch der Skibetrieb auf Deutschlands höchstem Berg möglichst lange erhalten werden.

© dpa
Zugspitzgletscher wird abgedeckt.

Deutschlands einziger Gletscher, der Schneeferner auf der 2962 Meter hohen Zugspitze, wird wieder in den "Sommerschlaf" versetzt. Zum Schutz vor Sonne, Regen und Wärme wird ein Teil des Eismassivs "eingepackt". Die Bayerische Zugspitzbahn als Betreiber der Seilbahnen und Lifte auf Deutschlands höchstem Berg lässt die Eismassen, die wegen der Erderwärmung immer weiter zurückgehen, zum 17. Mal mit Matten und Planen abdecken. Rund 80.000 Kubikmeter Eis – das entspricht einem dreistöckigen Haus auf der Fläche eines Fußballfeldes – sollen vor dem "Schmelztod" gerettet werden. So will die Zugspitzbahn auch den Skibetrieb auf dem Gletscher der Zugspitze möglichst lange erhalten.

Bei neblig-kaltem Wetter wurde damit begonnen, rund 6000 Quadratmeter Schneefläche mit einem riesigen "Sonnenhut" zu versehen. Die Helfer der Zugspitzbahn brauchen dafür knapp zwei Wochen. Sie verlegen per Hand mehrere jeweils rund 130 Kilogramm schwere Matten, die durch Ösen miteinander verknüpft und mit Holzbalken beschwert werden. "Die Abdeckung isoliert und leitet das Regenwasser sowie die Sonneneinstrahlung ab", erläuterte Frank Huber, der seit 1992 mit der Gletscherabdeckung betraut ist. "Dadurch bleibt der Schnee auf dem Gletscher liegen und schützt das darunter liegende Eis."

Die Schneemassen dienen als natürlicher Schutzschild für den Gletscher. Daher wurde zusätzlich Schnee von den Hängen rund um das Zugspitzplatt mit Pistenraupen auf die Gletscherfläche geschoben. "Bei den derzeit noch vier Metern Schnee auf dem Gletscher ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich durch den Druck eine weitere Eisschicht bildet", erläuterte Betriebsleiter Huber.

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Quelle: dpa/nic
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