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27.05.09

Umfrage

Auftreten der Deutschen im Ausland ist oft peinlich

Sie tapern mit kurzen Hosen in Kirchen und saufen, was das Zeug hält – die Rede ist von Deutschen im Ausland. Natürlich legen nicht alle Urlauber ein solch peinliches Verhalten an den Tag, doch laut einer Umfrage hat sich immerhin fast jeder zweite Deutsche schon mal für das Verhalten der eigenen Landsleute geschämt.

dpa-Zentralbild

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Fast jeder zweite Deutsche - nämlich 45 Prozent - war schon einmal peinlich berührt, als er das Verhalten der eigenen Landsleute im Ausland erlebt hat. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Reader's Digest" (Juni-Ausgabe), bei der am 12. und 13. März bundesweit 1002 Menschen befragt wurden.

Besonders viele Deutsche, nämlich 69 Prozent der Befragten, die schon einmal peinlich berührt waren, schämen sich, wenn Deutsche ein herablassendes Verhalten gegenüber den Einheimischen im Gastland zeigen. Aber auch die Trunkenheit (67 Prozent) und die übertriebenen Beschwerden (64 Prozent) auf einer Reise sorgen immer wieder dafür, dass sich mancher für seine deutschen Landsleute schämt.

Gleiches gilt für die unpassende Kleidung, also zum Beispiel das Betreten einer Kirche in kurzen Hosen. Über dieses fehlende Gespür für die Sitten vor Ort ärgern sich 62 Prozent der Befragten.

Interessant ist auch dieses Ergebnis der Umfrage: Der Peinlichkeitsfaktor steigt mit dem Bildungsabschluss. Nur zwölf Prozent der Befragten ohne Berufsausbildung schämen sich für unpassendes Verhalten der Deutschen auf Reisen, aber 61 Prozent derer, die das Abitur oder einen Hochschulabschluss haben.

Und: Zwischen den alten und neuen Bundesländern gibt es einen deutlichen Unterschied. Während sich Bürger aus dem Westen zu 47 Prozent schon mal für den Auftritt der Deutschen in der Fremde geniert haben, war dies im Osten nur bei 36 Prozent der Befragten der Fall.

Quelle: ots/nic
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