01.10.12

Reise-Ärger

Auf dem Weg in die Karibik in Miami gestrandet

Die Deutschen reisen viel – und beschweren sich gern über Ärger auf Reisen. Berliner Morgenpost geht solchen Beschwerden nach – mit Stellungnahmen der Verantwortlichen. Heute: Passkontrolle mit Hindernissen.

Foto: picture alliance / Gary C. Caskey

Die Kontrollen auf amerikanischen Flughäfen gehören zu den strengsten weltweit. Und verdächtig ist prinzipiell jeder – ob mit oder ohne Turban
Die Kontrollen auf amerikanischen Flughäfen gehören zu den strengsten weltweit. Und verdächtig ist prinzipiell jeder – ob mit oder ohne Turban

Der Fall: "Wir sind im Sommer in die Karibik geflogen, wobei unser Reiseärger auf dem Flughafen in Miami begann.

Denn obwohl wir nach St. Thomas weiter wollten, mussten wir in Miami durch die Passkontrolle. Wir hatten 2,5 Stunden Umsteigezeit eingeplant.

Als sich die Zollkontrolle bedenklich lang hinzog, wagte ich, den Pass-Beamten darauf aufmerksam zu machen, dass unser Anschlussflug in 40 Minuten starte.

Daraufhin schrieb er eine kurze Notiz auf meine Zollerklärung. Mit der Folge, dass wir nach Entgegennahme unseres Koffers in einen Raum gebeten wurden, wo man uns mehrfach befragte, ob wir denn auch freundlich zu den Passbeamten gewesen seien – was wir freilich waren.

Ich wagte dennoch, abermals darauf aufmerksam zu machen, dass unser Anschlussflug in einer halben Stunde ginge, aber das schien niemanden zu interessieren.

Am Ende haben wir schließlich den Anschlussflug nach St. Thomas verpasst. Wir bekamen nach langer Wartezeit dann einen Flug am nächsten Vormittag.

Wir mussten die Übernachtung in Miami und die notwendigen Telefongespräche nach St. Thomas selbst bezahlen. Die Fluggesellschaft British Airways, mit der wir in Berlin gestartet waren, wies jede Hilfeleistung von sich.

Doch hätte uns British Airways nicht darauf hinweisen müssen, dass man in Miami besser drei bis vier Stunden Umsteigezeit einplant?" Gunter Sanders per E-Mail

British Airways antwortet: "Wir bedauern, dass Herr Sanders seinen Anschlussflug verpasst hat, weisen jedoch darauf hin, dass unvorhergesehene Verzögerungen bei der Einreise und Zollkontrolle nicht im Einflussbereich einer Fluggesellschaft liegen.

Wir planen prinzipiell großzügig bemessene Zeitreserven bei der Buchung von Umsteigeverbindungen mit ein."

Mieser Service, überbuchte Flüge, Absteige statt Sternehotel – haben auch Sie sich im Urlaub geärgert? Mailen Sie uns Ihre Erfahrungen, wir gehen Ihrer Beschwerde nach und veröffentlichen die interessantesten Fälle: reise@welt.de

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