07.09.2012, 16:40

Reiserecht Ausgleichszahlung für verpassten Anschlussflug

Foto: Infografik Die Welt

Fällt ein Flug aus, steht dem Reisenden eine Entschädigung zu. Doch wie sieht es aus, wenn dadurch auch ein Anschlussflug verpasst wird? Dazu hat das Amtsgericht Hannover nun ein Urteil gefällt.

Ein Flugausfall begründet einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Das gilt auch für den Fall, dass daraufhin der Anschlussflug verpasst wird, vorausgesetzt das Flugunternehmen hat sich nicht ausreichend darum bemüht, das zu verhindern. Das hat das Amtsgericht Hannover (Az.: 451 C 9817/11) entschieden.

In dem verhandelten Fall hatte der Kläger einen Flug von Hannover über Frankfurt am Main nach Bangkok gebucht. Der Inlandsflug fiel aus. Die Maschine nach Bangkok erreichte der Fluggast nicht mehr, musste dann über München fliegen und kam erst mit 24-stündiger Verspätung in Bangkok an.

Der Kläger habe deswegen einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung von 600 Euro. Der Anspruch auf Ausgleich gelte nicht nur für den ausgefallenen Flug, sondern auch, wenn es bei direkten Anschlussflügen zu Verspätungen kommt, urteilte das Gericht.

Die Fluggesellschaft habe nicht alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen, um die Flugannullierung zu vermeiden. Nicht einleuchtend sei zum Beispiel, warum sie kein Ersatzflugzeug von einem anderen deutschen Flughafen nach Hannover gebracht habe.

(dpa/nics)
Di, 28.08.2012, 15.19 Uhr

Wer stundenlang im Terminal festsitzt, sollte seine Rechte kennen. Grundsätzlich gilt innerhalb der EU: Airlines müssen dem Fluggast helfen, auch wenn die Verspätung durch Streik verursacht wurde.

Video: dapd
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