3D-Welt
Junge wegen virtuellen Diebstahls verhaftet
Handlungen in Fantasiewelten können Konsequenzen für das wirkliche Leben haben: Ein 17-jähriger Niederländer ist jetzt verhaftet worden, weil er Möbel in der Online-Welt Habbo geklaut hat. Der Betreiber von Habbo begrüßte den Schritt – da ein tatsächlicher Schaden entstanden sei.
Der 17-Jährige wird beschuldigt, virtuelle Möbel in der Online-Welt Habbo Hotel gestohlen zu haben, die von ihren Eigentümern mit echtem Geld bezahlt worden waren. Wert: rund 4000 Euro. Gegen fünf weitere Jungen wird ermittelt. Sie sollen die Möbel anderen Teilnehmern der Comic-Welt entwendet haben, um damit dann ihre eigenen virtuellen Wohnräume zu schmücken.
"Die Beschuldigten haben ihre Opfer mit gefälschten Webseiten dazu gebracht, ihnen ihre Passwörter anzuvertrauen", sagte ein Habbo-Sprecher der BBC. Es gebe in virtuellen Welten eine Vielzahl vergleichbarer Fälle. "Aber das ist das erste Mal, dass die Polizei tätig geworden ist", so der Sprecher.
Bei Habbo können die Teilnehmer ihre eigene virtuelle Figur erstellen, sich mit anderen treffen und eigene Räume für ihr Alter Ego schaffen. Um diese Räume aufzuwerten, können Möbel erworben werden – gegen reales Geld. Jeden Monat spielen rund sechs Millionen Menschen weltweit Habbo Hotel.
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