Stiftung Warentest
06.06.12

Digitalkameras Datum | test 06/2012

Kameras für Berge und Meer

Die Stiftung Warentest hat Kompaktkameras für den Urlaub getestet.

Die Digitalkamera darf im Reisegepäck nicht fehlen. Schließlich wollen Urlauber auch nach der Reise noch von ihren Erinnerungen zehren. Die Stiftung Warentest hat 35 Kompaktkameras mit großem Zoom getestet. Sie sind flach und leicht, also ideal für das Reisegepäck. Zudem bringen sie Weitwinkel- und Telebrennweiten mit, eignen sich für Städtereisen genauso wie für die Klettertour in den Alpen. Ideale Strandkameras sind wasserdicht, staubgeschützt und stoßfest. 12 solcher Geräte sind ebenfalls im Test, zwei sind gut.

Insgesamt 12 Superzoomkameras schneiden gut ab. Darunter sind ganz neue Modelle, aber auch ältere Fotoapparate. Vier Kameras liegen mit der Note 2,3 vorn. Die günstigste ist die Casio Exilim EX-H30 für 149 Euro. Sie hat einen 9,4-fachen Zoombereich und macht auch bei wenig Licht gute Bilder. Flach und schick ist die Canon Ixus 1100 HS im Edelstahlgehäuse. Sie bietet einen 9,5-fachen Zoomfaktor und gehört mit 2,3 Zentimetern zu den flachsten Geräten im Test. Mit 298 Euro ist sie aber auch doppelt so teuer, wie die Casio. Ebenfalls in der Spitzengruppe ist die Nikon Coolpix S9100 für 181 Euro. Ihr Zoomfaktor beträgt sogar 13,4. Sie liefert ebenfalls gute Bilder bei wenig Licht und bietet zudem Spezialeffekte wie Sepiafilter, Schwarzweiß-Funktion, Selektivfarben und Weichzeichner. Die Sony Cyber-shot DSC-HX9V für 248 Euro ist im Spitzenquartett die einzige mit GPS-Empfänger. Damit können Urlauber ihre Bilder direkt mit dem Aufnahmeort verknüpfen und sie später auf einer virtuellen Landkarte anzeigen. Zudem macht die Sony auch 3D-Fotos, die auf dem passenden Fernseher betrachtet werden können.

Wasserdichte Kameras haben ein innenliegendes Objektiv. Nur so ist es geschützt. Darunter leidet oft die Bildqualität, weil in den engen Gehäusen kein Platz für große Zoomobjektive ist. Gleich zwei Modelle machen aber trotzdem gute Bilder. Die Panasonic Lumix DMC-FT4 für 340 Euro und die Nikon Coolpix AW-100 für 285 Euro. Die Tester haben bei allen Kameras geprüft, ob sie bei einer Tauchtiefe von drei beziehungsweise fünf Metern dicht halten. Beide Modelle haben hier keine Probleme. Die Panasonic ist laut Anbieter bis 12 Metern wasserdicht, die Nikon soll bis zu 10 Metern abtauchen können. Auch wenn die Kameras wasserdicht und stoßfest sind: Wasserratten sollten sie beim Planschen nicht ins kühle Nass werfen oder mit ihnen einen Hechtsprung in die nächste Welle wagen. Der Druck beim Aufprall aufs Wasser ist deutlich größer als beim Tauchen. Die Geräte würden das nicht verkraften.

Wer unter Wasser knipsen will, sollte nah unter der Oberfläche bleiben. Ab einer Tiefe von drei Metern wird es dunkel. Zuerst schwindet das langwellige rote Licht, später auch die anderen Farben. Ärgerlich: Viele wasserdichte Kameras machen ausgerechnet bei schwachen Lichtverhältnissen schlechte Bilder. Die Nikon Coolpix AW 100 kann allerdings auch hier überzeugen. Ebenfalls wichtig ist der Monitor, weil die Kameras keinen Sucher besitzen. Bei Sonneneinstrahlung erkennen Urlauber auf der Nikon nur wenig. In dunklen Gefilden unter Wasser punktet der Monitor der Panasonic Lumix DMC-FT4.