Handrührer 24. Februar 2012 | test 3/2012
Endstation Hefeteig
bodum kann Kaffee, aber keinen Hefeteig. Im Test: 24 Handrührgeräte.
Am Anfang steht das Ende: Der Handrührer von bodum bleibt einfach stehen. Kaum, dass der Test mit Hefeteig begonnen hat. Motorschaden, diagnostizieren die Techniker. Der Belastungstest der Stiftung Warentest simuliert den Küchenalltag über mehrere Jahre: Teig rühren im Akkord, mit Abkühlpausen. Hart, aber fair. Einige Handrührer halten nicht lange. Bodum fällt aus, Dualit, Bosch und efbe-Schott. Testurteil: mangelhaft. Etwas später streiken auch Severin, Philips und der Handrührer von Grundig. Testurteil noch: ausreichend. Besonders heftig ist der Verschleiß bei den Rührgeräten mit selbstdrehender Schüssel. Fazit: Handrührer mit Drehschüssel sind kein Ersatz für eine Küchenmaschine.
24 Handrührgeräte hat die Stiftung Warentest getestet. Eine hübsche Auswahl von billig bis teuer. Aldi, Lidl, real und Superior bieten Handrührer bis 20 Euro, der Testsieger von Krups kostet rund 70 Euro, der Design-Rührer von Dualit stolze 139 Euro. In der Testküche schlägt die Stunde der Wahrheit. Hier müssen die Handrührer beweisen, dass sie nicht nur haltbar sind, sondern auch gut. Auf dem Programm stehen Rührkuchen und Hefeteig, Eischnee, Schlagsahne und Milchschaum.
In der Funktion liegen die Handrührer im Test nah beieinander. Überraschungen gibt es trotzdem. Die besten Ergebnisse liefert ein mangelhaftes Gerät, der Bosch MFQ 3560 mit Rührständer und Schüssel. Im Belastungstest eben gescheitert, in der Küche jedoch in Hochform. Teig, Eischnee, Sahne, Milchschaum: Der Bosch punktet in allen Disziplinen. Beste Note in der Kategorie Funktion: gut (2,0). Das Brot aus seinem Hefeteig kommt besonders locker aus dem Ofen. Für Hefeteig wäre der Bosch eine Bank, wäre da nicht der schwache Antrieb der Schüssel. Tipp: Bosch hat mehrere Schwestergeräte ohne Schüssel im Programm, Serie MFQ 35.
Testsieger über alle Disziplinen ist der Krups 3 Mix 7000, ein Handrührer im klassischen Kastendesign. Rund 1,2 Kilogramm schwer, liegt aber gut in der Hand. Die Knethaken sind eindeutig gekennzeichnet: kein langes Rätseln, welcher nach rechts und welcher nach links gehört. Der Krups überzeugt mit guter Funktion, vielseitig ist er auch. Schneebesen und Mixstab gibt es als Sonderzubehör.
Eine Schwäche hat der Testsieger aber: Der Antrieb für den Mixstab dreht immer mit. Versteckt hinter einer Klappe zwar, aber die lässt sich aufschieben, ohne dass der Antrieb stoppt. Sicherheit deshalb nur befriedigend. Das gilt für viele Handrührer mit Mixstab. Besser ist die Konstruktion beim efbe-Schott: Hier bleibt der Mixantrieb verriegelt, solange die Rührquirle eingesteckt sind. Das Gerät ist sicher, aber nicht gut. Der efbe-Schott ging in der Testküche schon bei einem Hefeteig kaputt. Womit wir wieder am Anfang wären, beim Ende. Merke: Form, Funktion und Belastbarkeit müssen stimmen.
Weitere Informationen: Zeitschrift test 3/2012 und www.test.de/handruehrer

