Energiesparende Spotlampen 24. Februar 2012 | test 3/2012
Nur ein Viertel strahlt gut
Testsieger bei energiesparenden Strahlern sind LED-Spots.
Unter deutschen Dächern schlummert ein enormes Stromsparpotenzial: In vielen Millionen Strahlerleuchten stecken herkömmliche stromfressende Halogenglühlampen. Die sind teuer im Betrieb und belasten die Umwelt. Die Stiftung Warentest zeigt, wie sich mit dem Wechsel zu neuen Spotlampen viel Geld sparen lässt. Testsieger ist die LED-Technik.
Den Vergleich von LED-, Kompaktleuchtstoff- und Halogenglühlampen konnten die LEDs schon in früheren Tests für sich entscheiden. Jetzt haben erstmals auch LED-Spots Testsiege errungen. Insgesamt haben die Warentester 20 Spotlampen geprüft, die einen energiesparenden Betrieb versprechen. Die Ergebnisse reichen von gut bis mangelhaft.
Im Test waren Spotlampen mit Schraub-, Steck- und Stiftsockel (E14, GU10 und GU5.3). In jeder Gruppe liegt die LED-Technik vorn. Pluspunkte sind die Langlebigkeit und die guten Umwelteigenschaften. LEDs nutzen den Strom besonders effizient. Das heißt, ihre Lichtausbeute ist relativ hoch. Lob der Tester: "Keine anderen Lampen leuchten mit so wenig Energie so hell und ausdauernd wie LED-Lampen." Aber es gibt auch hier Ausnahmen. Eine LED-Lampe leuchtete deutlich weniger hell als auf der Verpackung versprochen. Das Urteil: mangelhaft.
Die Kosten herkömmlicher Halogenbeleuchtung werden oft unterschätzt. Dabei frisst schon ein einziger klassischer 35-Watt-Halogenspot im Jahr Strom für 16 Euro. Mit guten, modernen LED-Lampen aus dem Test lassen sich mehr als 12 dieser 16 Euro sparen. LED-Spots sind zwar beim Kauf teurer, doch über die Stromersparnis amortisiert sich die Investition im Laufe ihres langen Lebens. Die Tester raten, die Lampen vor allem dort einzusetzen, wo sie täglich mehrere Stunden lang eingeschaltet sind.
Die Warentester weisen darauf hin, dass Verbraucher sich nicht unbedingt neue Leuchten kaufen müssen, um LED-Technik nutzen zu können. Oft lassen sich die alten Halogenlampen problemlos gegen die modernen Lampen austauschen. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn ein Dimmer vorhanden ist. Längst nicht jede LED-Lampe ist dimmbar. Bei 12-Volt-Systemen ist beim Lampenwechsel auch der Leistungsbereich des Trafos zu beachten. Hier sollten Verbraucher im Zweifelsfall ausprobieren, nur einen Teil der alten Halogenlampen durch moderne LED-Spots zu ersetzen.
Schlechter als bei früheren Untersuchungen hat diesmal die Kompaktleuchtstofflampentechnik abgeschnitten. Der Grund: Im Unterschied zu Energiesparlampen, die ihr Licht in alle Richtungen strahlen, geht bei vielen Strahlern ein relativ großer Teil des erzeugten Lichts verloren. Es wird im Innern der Lampe verschluckt. Die Hülle und die Sockel der Kompaktleuchtstofflampen-Spots erhitzen sich relativ stark.
Weitere Informationen: Zeitschrift test 3/2012 und www.test.de/lampen

