Drucker 24. Februar 2012 | test 3/2012
Laser für alle
Gute Schwarzweiß-Laserdrucker gibt es schon ab etwa 70 Euro.
Laserdrucker ab 70 Euro sind nun auch interessant für Nutzer, die wenig oder selten drucken. Sie kauften in der Vergangenheit wegen des deutlich günstigeren Preises meist Tintenstrahldrucker. Dafür mussten sie ein Risiko in Kauf nehmen: Die Tinte kann eintrocknen und die empfindlichen Druckdüsen verstopfen, wenn das Gerät längere Zeit still steht. Diese Gefahr besteht bei Lasergeräten nicht. Toner trocknet nicht ein.
Wer hauptsächlich Text und gelegentlich Grafiken drucken möchte, fährt mit einem guten Laserdrucker auf Dauer günstiger als mit einem Tintendrucker. Sind auch farbige Grafiken gewünscht, bietet sich ein Farblaser an. Fotos in hochwertiger Qualität liefert ein Tintenstrahlgerät besser.
Die Stiftung Warentest hat zehn Schwarzweiß-Laserdrucker und vier Farbtintenstrahldrucker geprüft. In beiden Kategorien hat sie die Noten gut und befriedigend vergeben. Die Tintenstrahldrucker platzieren sich in der Testtabelle entsprechend der Höhe ihres Preises: Die teuren stehen vorn, die billigen hinten. Anders bei den Laserdruckern: Zwei der drei teuersten Geräte landen in ihrer Klasse auf den hinteren Plätzen. Der Lexmark E360d liefert als Einziger nur befriedigende Druckergebnisse. Der Oki B411d ist in der Handhabung nur ausreichend. Der Grund: Aus den Kartuschen kann beim Wechseln Tonerstaub rieseln.
Als "Schönschrift-Künstler" bezeichneten die Warentester Schwarzweiß-Lasergeräte schon in ihrem ersten Test vor zwei Jahrzehnten. Diesen Ruf genießen sie bis heute zu Recht: Im aktuellen Test liefern alle sehr gute, gestochen scharfe Textausdrucke. Der gute Epson Aculaser M1400 mit sehr guten Druckergebnissen ist für 68 Euro zu haben. Beim Grafik- und Fotodruck sind einige Modelle jedoch wenig überzeugend: Kyocera FS-1120D, Lexmark E360d und Oki B411d bieten eine ausreichende Qualität beim Druck von Fotos. Sie tragen den Toner nicht gleichmäßig auf, die Bilder zeigen Streifen. Der Lexmark E360d stößt selbst bei Grafiken früh an seine Grenzen: Er hat zum Beispiel Probleme mit Übergängen von Graustufen und druckt helles Grau manchmal gar nicht. Der beste Laser in puncto Foto- und Grafikdruck ist der Dell 1130n.
Bei Fotos sorgen gute Tintenstrahler für sichtbar bessere Ergebnisse als Lasergeräte. Das liegt an den Tintentröpfchen, die ein wenig ineinander verlaufen und vom Papier aufgenommen werden. Dadurch wirken Fotos lebendiger und nuancierter als bei kantenscharfen Laserausdrucken, die den Toner nur auf die Papieroberfläche aufgetragen. Sehr gute Fotoqualität hat aber ihren Preis: rund 1,10 Euro oder mehr pro DIN-A4-Seite allein für die Tinte. Hinzu kommen die Kosten für spezielles Fotopapier. Aber ambitionierte Fotofreunde werden sich das trotzdem leisten.
Die Drucker unterscheiden sich teilweise in der Vielseitigkeit. Zum Beispiel: Können Vater, Mutter und Kind mit ihren Rechnern gemeinsam einen Drucker nutzen? Lässt sich der Drucker also in ein heimisches Netzwerk einbinden? Mit Kabel über Lan (Local Area Network) oder kabellos über WLan (Wireless Lan)? Beim Epson Stylus Office B42WD und Samsung ML-2955DW stehen den Käufern beide Wege offen.
Weitere Informationen: Zeitschrift test 3/2012 und www.test.de/drucker

