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Experiment am Mount Everest gegen Doping

Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania haben ein ungewöhnliches Experiment begonnen.

Katmandu - Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania haben ein ungewöhnliches Experiment begonnen. Professor Tejvir Khuranda und sein Mitarbeiter Gabriel Willmann wollen acht lebende Mäuse auf den Gipfel des Mount Everest transportieren. Jeweils acht weitere Mäuse verbleiben als Kontrollgruppen im Basislager sowie in Katmandu. Von dieser Expedition erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse zur Bekämpfung des sogenannten Gen-Dopings von Sportlern.

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"Gen-Doping wird bereits heute eingesetzt", ist sich Patrick Diel vom Zentrum für präventive Dopingforschung in Köln sicher. Damit sind in erster Linie Methoden zur Regulierung der Aktivität von menschlichen Genen gemeint. So sind Medikamente in der Entwicklung, die die Sauerstoffversorgung von Muskeln verbessern, weil sie die Bildung von natürlichem Epo und damit von roten Blutkörperchen stimulieren. Dieser leistungssteigernde Effekt ist bislang nicht von jenem nach einem Höhentraining im Gebirge zu unterscheiden.

Das wollen die Wissenschaftler mit ihrer von der Anti-Doping-Organisation Wada unterstützten Mount-Everest-Expedition ändern. Den Mäusen sollen auf dem Berggipfel Gewebeproben entnommen werden, um später im Labor molekulare Signaturen zu ermitteln. Erwartet wird, dass ein charakteristischer Protein-Cocktail nachgewiesen werden kann. "Wir hoffen, die regulär durch Höhentraining erzielten Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit von molekular induzierten Veränderungen unterscheiden zu können", sagt Willmann. Das Projekt dient aber auch der Erforschung der Muskulären Dystrophie, einer bislang unheilbaren Krankheit.

N.L.