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Der fremde Sohn

Mama Courage

Seit Clint Eastwood zu so bewundernswerter Spätform aufgelaufen ist, wird es immer schwieriger, über seine Filme zu schreiben, ohne gefährlich viel zu verraten. In "Mystic River" hängt viel an dem Verdacht, Tim Robbins könne Sean Penns Schwester umgebracht haben. In "Million Dollar Baby" trifft uns unvermittelt ein Tiefschlag, als die boxende Hilary Swank sich von einer Sekunde auf die andere gelähmt im Krankenbett findet und der Aufsteigertriumph in einen Sterbehilfekonflikt umkippt.

Und auch "Der fremde Sohn" hat nach der Hälfte solch einen Moment, der Eastwoods neustes Werk radikal aus seiner Bahn wirft.

Zunächst sieht alles nach einem nostalgisch angehauchten Mutterdrama aus. Durch das Los Angeles des Jahres 1928 rattern gemütlich-rote Straßenbahnen, und Christine Collins (Angelina Jolie) flitzt ...

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