Wirtschaft
Welthandel bricht ein - größte Krise seit 1929
Dienstag, 10. März 2009 02:16Die Wirtschaft wird nach Einschätzung der Weltbank in diesem Jahr erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg nicht nur in einzelnen Regionen, sondern global schrumpfen. Deshalb werde der Welthandel so stark einbrechen wie seit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 nicht mehr.
- Nach stetigem Wachstum in den vergangenen Jahren werde der Rückgang des Handels vor allem Ostasien treffen. Besonders schlimm wird die Krise ausgerechnet in den ärmsten Ländern der Erde. Bei einer Gruppe von 129 Staaten sei dieses Jahr mit Fehlbeträgen von 270 Milliarden bis 700 Milliarden Dollar zu rechnen. Bei diesen Größenordnungen seien internationale Finanzinstitutionen überfordert, so der Bericht. Sie wären nicht einmal in der Lage, die Untergrenze dieses Defizits abzudecken.
Angesichts dieser Krise erwartet die Weltbank, dass es für Entwicklungsländer schwerer wird, sich Darlehen zu verschaffen. Soweit sie überhaupt Kredit bekämen, würden dessen hohe Kosten zu geringeren Investitionen und langsamerem Wachstum führen. Die Bank rief zur Zusammenarbeit zwischen Industriestaaten, internationalen Finanzinstitutionen und Wirtschaft auf. "Die globale Krise verlangt nach einer globalen Lösung", sagte Weltbank-Chef Robert Zoellick. "Wir brauchen Investitionen in Sicherheitsnetze, Infrastruktur, in kleine und mittlere Unternehmen, um Stellen zu schaffen und um soziale und politische Unruhen zu vermeiden."
Nach Schätzungen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) hat die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr den Wert der globalen Finanzanlagen um den enormen Betrag von 50 Billionen Dollar verringert. Allein in Asien liege der Wertverlust bei 9,6 Billionen Dollar. "Das ist die bei Weitem ernsteste Krise der Weltwirtschaft seit der Großen Depression", sagte ADB-Präsident Haruhiko Kuroda. Er sagte aber auch voraus, dass Asien als eine der ersten Regionen wieder aus der Krise auftauchen wird.
Allerdings leiden Entwicklungs- und Schwellenländer nicht nur unter hohen Kosten für ihre Schulden. Seiten 2 und 5























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