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Fiedler kommt an Drobny nicht vorbei

Am Samstag kehrt er an seine ehemalige Arbeitsstätte zurück: Jaroslav Drobny (28), mittlerweile in Diensten von Hertha BSC, tritt beim VfL Bochum an.

Herthas Stammtorwart Jaroslav Drobny: Wird er jemals den Platz für Ersatzmann Christian Fiedler räumen?
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Herthas Stammtorwart Jaroslav Drobny: Wird er jemals den Platz für Ersatzmann Christian Fiedler räumen?

Am Samstag kehrt er an seine ehemalige Arbeitsstätte zurück: Jaroslav Drobny (28), mittlerweile in Diensten von Hertha BSC, tritt beim VfL Bochum an. Das war jene Karriere-Station, wo der Torwart aus Tschechien im Frühjahr 2007 mit einer starken Halbserie auf sich aufmerksam machte. Mehr Qualität im Tor hatte sich Hertha von seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer versprochen. Doch die Zwischenbilanz nach 27 Runden belegt: Einen deutlichen Qualitätssprung im Berliner Tor hat es nicht gegeben.

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Um nicht falsch verstanden zu werden: Hertha hat kein Torwart-Problem. Aber die Partie am Sonntag gegen Werder Bremen (1:2) zeigte, was los ist: Beim Führungstor der Gäste von Markus Rosenberg nach 39 Sekunden rutschte der Ball unter Drobny hindurch. Da sah der Torwart unglücklich aus. Genauso wie beim Heimspiel zuvor, als ein 19-m-Schuss des Schalkers Jermaine Jones von Drobnys Fuß unter die Querlatte ins Netz sprang. Da hatte sich sogar Torschütze Jones gewundert: "Der war nicht unhaltbar."

Andererseits hält Drobny auch mal einen schweren Ball. Wie gegen Bremen, als Drobny gegen Rosenberg klärte und sein Team beim Stand von 1:1 im Spiel hielt. Insgesamt jedoch bewegt sich Drobny häufig um die Mitte: selten überragend. Eine bärenstarke Partie wie zum Saisonauftakt im DFB-Pokal in Unterhaching (3:0) hat der Schlussmann lange nicht mehr geboten. Das belegen auch die Noten im Fachmagazin Kicker. Da ist Drobny mit einem Schnitt von 3,43 der schlechteste Stammtorwart der Liga nach dem Bochumer Jan Lastuvka (3,55).

Fiedler soll Torwart-Trainer werden

Auf der Bank sitzt Christian Fiedler (33). Der fühlte sich nach seiner vergangenen eher durchschnittlichen Saison zu Unrecht abgeschoben. Wasser auf seine Mühlen war, dass Lucien Favre, der neue Trainer, sagte: Die vielen Gegentore im Vorjahr sprechen für eine schwache Defensive, nicht aber für einen schwachen Torwart. Favre findet, Hertha sei im Tor ordentlich aufgestellt - entscheidet sich aber stets für Drobny.

Seit längerem hofft Fiedler, dass er noch in dieser Saison auf Einsätze kommt. Loyal, wie er immer war, würde er das aber nie öffentlich formulieren. Zumal Fiedler parallel mit Hertha über seine Zukunft verhandelt. Der Vertrag des Urgesteins, seit 1990 im Klub, endet im Juni. "Die Gespräche mit Christian laufen", bestätigt Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Thomas Kroth, der Berater von Fiedler, konkretisiert: "Hertha BSC hat ein Angebot gemacht. Darin enthalten ist ein Anschlussvertrag als Torwarttrainer. Das ist deshalb interessant, weil Christian nach seiner Karriere als Torwarttrainer arbeiten will." Hoeneß sagt, dass Enver Maric (59), seit 1998 Herthas Torwarttrainer, "in die Planung einbezogen ist. Sie ist mit ihm abgestimmt." Maric, der ursprünglich in diesem Sommer Schluss machen wollte, hat seinen Vertrag bei Hertha gerade um ein Jahr bis Juni 2009 verlängert. Das Datum ist Teil der aktuellen Verhandlungen. Hertha sucht eine Lösung in der Nachfolge von Maric.

Berater Kroth verweist indessen darauf, dass Fiedler mit 33 im besten Torwart-Alter sei, fit und motiviert und "noch ein oder zwei Jahre als Profi spielen will".

Torwart-Diskussion ist unerwünscht

Aktuell wird sich Fiedler bescheiden müssen, wieder einmal. Er wird wohl nicht zum Einsatz kommen. Manager Dieter Hoeneß findet, dass Drobny zu schlecht gesehen wird. Der Tscheche spiele keine überragende, aber eine ordentliche Saison. Trainer Lucien Favre teilt diese Meinung.

Hertha BSC wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg. Die Lage als Tabellen-13. ist ungemütlich. Das Letzte, was der Klub jetzt brauchen kann, ist eine Torwart-Diskussion. Gegen Bochum wird Drobny im Hertha-Tor stehen.

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