22.01.13

Eishockey

Verteidiger Hördler fehlt den Eisbären in den Top-Spielen

Mit einer kurzen Nacht hatten die meisten ja gerechnet, aber mit einer so kurzen nun auch wieder nicht.

Der Plan sah das vor: Sonntagabend heimfliegen, American Football schauen und dann lange schlafen. Doch aus München kam die Mannschaft des EHC Eisbären gar nicht mehr weg, Schnee und Eis verhinderten das. Also mussten sich die Berliner ein Hotel suchen, dann guckten einige Football, schliefen kurz, standen früh wieder auf, um gegen acht Uhr in den Flieger zu steigen, kaputt daheim anzukommen und noch einmal ins Bett zu gehen.

Ein bisschen kompliziert läuft es bei den Berlinern derzeit ja öfter, in den meisten Spielen sogar, also war das Improvisieren kein größeres Problem. Zumal die Laune gut war nach zwei Siegen hintereinander in zwei Auswärtsspielen (6:3 in Düsseldorf und 3:2 n.P. in München), was ja für den Titelverteidiger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein sehr ungewöhnliches Gefühl ist in dieser Saison.

Die beiden Erfolge haben die Mannschaft von Trainer Don Jackson vorangebracht. Um im Play-off eine gute Ausgangsposition zu besitzen, was zunächst Heimrecht im Viertelfinale bedeutet, ist Platz vier notwendig. Den belegen die Eisbären nun, und sie liegen nur einen Punkt hinter Rang drei zurück. Doch die nächsten Aufgaben haben es in sich. Erst empfangen sie am Freitag den Zweiten, die Kölner Haie, und am Sonntag den Dritten, die Hamburg Freezers.

Nach dem Ende der vielen Auswärtsniederlagen dürfte nun das Selbstbewusstsein der Mannschaft, die zuletzt nach jeder erfolgreichen Phase wieder Rückschläge hatte hinnehmen müssen, deutlich gestiegen sein. Ob es sich jedoch auf die Durchsetzungsfähigkeit auswirkt, muss offen bleiben. Denn in München verletzte sich in Frank Hördler ein wichtiger Verteidiger. Mit einer Beckenkammprellung wird der Nationalspieler zunächst fehlen. "Wie lange, lässt sich noch nicht absehen", so Hördler. Für die ohnehin dünn besetzte Abwehr sind das keine guten Aussichten. Zumal vor der Länderspielpause in Mannheim und Ingolstadt noch zwei weitere schwere Gegner warten. Sofern die Kontrahenten nicht urplötzlich ebenso mit den Tücken des Wetters zu kämpfen haben und verspätet in Berlin ankommen.

Quelle: ste
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