Eishockey
Preussen ziehen nicht aus der Deutschlandhalle
Montag, 18. Mai 2009 02:53Eigentlich hätte gestern alles raus sein sollen. Aus den Kabinen, aus der Kantine - der Eishockeyklub ECC Preussen war offiziell aufgefordert, seine gesamte Habe aus der Deutschlandhalle zu entfernen.
- Die LKWs waren auch schon angemietet. Doch in letzter Sekunde stoppten die Charlottenburger den Auszug - und hoffen wieder, die nächsten beiden Jahre in der Arena bleiben zu können.
Bis vor kurzem war die Aussicht darauf noch gleich null, der Beschluss zum baldigen Abriss der geschichtsträchtigen Halle steht. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Tagen verändert, so dass das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen scheint.
So sollte als Ausweichquartier bis zur Fertigstellung einer neuen Halle an der Glockenturmstraße in zwei Jahren eine Tragluftkonstruktion neben dem Erika-Hess-Stadion in Wedding errichtet werden - vorrangig zum Trainings- und Spielbetrieb des Nachwuchses. Doch der Bezirk Mitte verhängte kürzlich eine Haushaltssperre. Alle neuen Bauvorhaben dürften damit stark gefährdet sein. Zudem soll die Übergangslösung teurer werden als der Unterhalt der Deutschlandhalle. Dies war vorher als nicht akzeptabel dargestellt worden.
Unterstützung erhalten die Preussen vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Der kündigte an, den Antrag auf Abriss abzulehnen und die Deutschlandhalle stattdessen von der Messe Berlin übernehmen zu wollen. Die Situation ist verfahren. Wo die Preussen, die gerade in die Dritte Liga aufgestiegen sind, nächste Saison spielen, lässt sich derzeit kaum sagen.mst























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