Berliner Tagebuch
Winzige Atempausen begrenzten Glücks inmitten der Verdüsterung jüdischen Lebens
Freitag, 17. Juli 2009 02:51 - Von Christoph StölzlNeunzig Jahre ist es her, dass der junge Bertolt Brecht sein Gedicht "Vom Schwimmen in Seen und Flüssen" geschrieben hat: "Der Leib wird leicht im Wasser./Wenn der Arm/leicht aus dem Wasser in den Himmel fällt/Wiegt ihn der kleine Wind vergessen/Weil er ihn wohl für braunes Astwerk hält."
Wer in diesen Tagen an Berlins Seen spaziert, der erlebt, wie Menschen eins werden mit der Natur. Es sind Ur-Bilder des Friedens, die sich da auftun: Aus genügender Entfernung werden die nackten Menschenleiber, die da ins Wasser gleiten, zu Nymphen und Göttern und der See zum mythologischen Gemälde der Barockzeit.
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