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Konzertkritik

Keith Jarrett ernst und einsam in Berlin

Da waren wieder einmal alle Generationen versammelt: Weißhaarige Kerle mit Zöpfen warteten in der Berliner Philharmonie. Und Mädchen um die zwölf in schimmernden Hosenanzügen. "Extra angereist? Aus Kiel? Ich aus Stuttgart." Solch eine breite und engagierte Fangemeinde, bei Ticketpreisen zwischen 70 und 170 Euro, haben nicht einmal die Stones.

Keith Jarrett wurde hier erwartet, der Hohepriester der improvisierten Musik. Er gab sein zweites Konzert in Deutschland seit mehr als 15 Jahren. Und weil es noch etwas zu feiern gab, stellte er sich zuerst ans Mikrofon: "Ich danke Manfred für seine Fürsorge und Freundschaft." Gemeint war Manfred Eicher, der Kopf der Plattenfirm...

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