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DJ Wim und die Frauen
Donnerstag, 12. Februar 2009 03:09Ein DJ - das ist im besten Fall ein Dramaturg, ein Regisseur; jemand, der klug durch die Nacht führt. Und siehe: An diesem Abend im "Verve Club" in der Bar Tausend trifft das tatsächlich zu.
"Ich bin der Wim Wenders", stellt sich der Mann am Laptop höflich vor, "ich lege jetzt eine Stunde lang auf."
Ein Berlinale-Spaß? Mitnichten. Eigentlich war das ja längst überfällig. Seitdem Wenders als junger Mann sein Saxofon in einem Düsseldorfer Pfandhaus versetzte, um sich eine Kamera für seinen ersten Kurzfilm zu kaufen, hat er auf der Leinwand immer wieder seine große Liebe zur Musik bewiesen. Und wer fürchtet, dass nun U2, Campino oder Ry Cooders kläglich wimmernde Slide-Gitarre den "Verve Club" akustisch verschmutzen, kann beruhigt sein. Gesichter von Frauen hätten ihn bei der Berlinale bislang am meisten bewegt, sagt Wenders, deshalb spiele er Stimmen von Frauen.
Zu vernehmen sind dann: Beth Gibbons, Antony and the Johnsons, Nina Simones tolle Version von "Just like Tom Thumb's Blues", auch Bob Dylan selbst, der seit "I'm Not There" ja als Frau durchgehen mag. Es ist eine schöne Auswahl, eine, die Hits weiträumig umgeht, dafür mit Blues, Son und Melancholie-Pop eine sehr spezielle Atmosphäre schafft. Man hört gerne zu. Und der DJ wirkt sehr glücklich.
j.e.





























